Spielberichte

Thomas Schönleitner (ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl): "Unsere Spielidee soll noch flexibler werden"

ATSV Wöllersdorf

In der 2. Klasse Steinfeld blickt Thomas Schönleitner, Trainer des ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl, auf eine erfolgreiche erste Saisonhälfte zurück. Sein Team präsentierte sich nach einem umfassenden Kaderumbau stabil und kampfstark. In den vergangenen Wochen punkteten die Wöllersdorfer gegen starke Gegner: Siege gegen Admira Wr. N. und den SC Piesting, ein Unentschieden gegen Lanzenkirchen sowie zuletzt ein Erfolg über die SG Ortmann/Oed-Waldegg II sorgten für einen Platz in der Spitzengruppe. Der Rückblick des Trainers vermittelt nicht nur sportliche Zufriedenheit, sondern auch das Bild eines intakten Vereinsgefüges, in dem Spieler und Betreuerteam konsequent an einer gemeinsamen Vision arbeiten.

Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Umbruch und Weiterentwicklung als Schlüssel

Zu Beginn der Saison stand der Verein vor einer großen Herausforderung: zehn Abgänge, zehn Neuzugänge – und der Plan ging auf. „Gut funktioniert hat im Sommer der Umbruch. Die neuen Spieler haben wir relativ schnell gut integriert“, sagt Schönleitner. Entscheidend sei die rasche Umsetzung der eigenen Idee vom Fußball gewesen: „Wir haben unsere Spielidee relativ schnell auf den Platz gebracht.“

Schon in der Vorbereitung zog die Mannschaft geschlossen mit, was sich in der Meisterschaft auszahlte. Körperliche und taktische Fortschritte seien der Lohn intensiver Trainingsarbeit. Für den weiteren Saisonverlauf setzt der Coach neue Schwerpunkte: „Wir wollen taktisch flexibler werden, im System ein paar Varianten haben und in gewissen Spielsituationen klarere Lösungen erzwingen.“ Diesen Weg will das Trainerteam in der Wintervorbereitung konsequent weitergehen.

Stabile Struktur und positive Stimmung

Die Harmonie in der Mannschaft ist für Schönleitner ein zentraler Erfolgsfaktor. „Die Stimmung ist top. Wir haben im Schnitt zwanzig bis zweiundzwanzig Leute im Training“, berichtet er. Auch das Umfeld des Vereins zieht mit – sowohl aus der Gemeinde als auch von außen kommt positive Resonanz. Bei der jüngsten Generalversammlung wurden personelle Änderungen im Vorstand vorgestellt, das sportliche Konzept jedoch bestätigt. Im Trainerstab wurde ein neues Dreierteam gebildet, das beide Mannschaften gemeinsam betreut.

Dadurch rücken U23 und Kampfmannschaft näher zusammen, taktische Inhalte werden vereinheitlicht und Übergänge erleichtert. „Wir trainieren immer gemeinsam, die taktischen Anweisungen sind gleich – so können wir Spieler leichter hochziehen“, erklärt Schönleitner den eingeschlagenen Weg. Besonders erfreulich: Zwei Langzeitverletzte kehrten jüngst ins Mannschaftstraining zurück, einer davon nach langer Kreuzbandpause. Das hebt die Trainingsqualität zusätzlich.

Respekt für Konkurrenz und Dank ans Umfeld

Die 2. Klasse Steinfeld bewertet Schönleitner als „eine gute Liga, in der jeder jeden schlagen kann“. Besonders die zweite Mannschaft von Ebreichsdorf habe ihn spielerisch beeindruckt: „Da ziehe ich meinen Hut davor.“ Dennoch bleibt der Fokus klar auf die eigene Entwicklung gerichtet. Der Kader wurde gezielt in die Breite verstärkt, Abgänge gibt es keine – beste Voraussetzungen für eine starke Rückrunde.

Zum Abschluss des Gesprächs denkt Schönleitner über den Tellerrand hinaus: „Was oft untergeht, ist, dass man einmal Danke sagt – an alle Ehrenamtlichen und Sponsoren, die das ermöglichen, dass wir top trainieren und am Wochenende spielen dürfen.“ Der ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl geht mit klarer Linie, stabiler Basis und positiver Energie in die zweite Saisonhälfte – bereit, weiter an der Spitze der 2. Klasse Steinfeld mitzuspielen.