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„Unsere Defensive war unser Trumpf“ – SC Theresienfelds Sportchef Semir Ramic zieht Hinrunden-Bilanz

SC Theresienfeld

In der 2. Klasse Steinfeld meldet sich Semir Ramic, Obmann des SC Theresienfeld, nach einer starken Serie mit vier Siegen in Folge im Herbst zu Wort. Nach Erfolgen gegen Lanzenkirchen, SG Ortmann/Oed-Waldegg II, USC Wampersdorf und SV Winzendorf kletterte Theresienfeld auf Platz 6 der Tabelle. Im Gespräch zieht Ramic eine Zwischenbilanz, spricht über die Hintergründe des Aufschwungs und benennt zugleich klare Baustellen für die kommende Rückrunde. Besonders hebt er die defensive Stabilität hervor, die seiner Mannschaft in den letzten Spielen eine beeindruckende Konstanz beschert hat.

Linienrichter mit Fahne steht an der Seitenauslinie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Defensive Stabilität als Basis des Erfolgs

„Besonders gut funktioniert hat die Defensive“, betont Semir Ramic im Rückblick. „Das zeigt sich an den geringen Gegentoren, die wir bekommen haben.“ Trotz eines Rückschlags gegen SC Piesting Mitte Oktober gelang es Theresienfeld, in den darauffolgenden Wochen eine Siegesserie zu starten.

Die Abwehrarbeit sei laut Ramic das Fundament dieser positiven Entwicklung gewesen. Gleichzeitig sieht er im Angriff noch Luft nach oben: „Die Chancen werden gut kreiert, nur müssen wir vorne effizienter werden.“ Damit beschreibt der Obmann präzise den Unterschied zwischen einer stabilen Mannschaft und einem echten Aufstiegskandidaten.

Teamgeist und neue Energie im Umfeld

Die Serie von vier Siegen spiegelte sich auch in der Stimmung rund um den Verein wider. „In der Mannschaft ist die Stimmung sehr positiv, und auch im Umfeld merkt man den Aufschwung“, sagt Ramic. Der zunehmende Zuschauerzuspruch habe nicht nur die Spieler, sondern auch das Funktionsteam zusätzlich motiviert. Im Vorstand, bei den Trainern und den Spielern herrscht Aufbruchsstimmung.

Das habe sich laut Ramic auch darin gezeigt, dass die jüngsten Neuzugänge – Luka Joldzic aus Sollenau und Sinan Ipci von TWL Electra – sich bereits gut integrieren und dem Kader mehr Breite und Qualität geben. Auf der Abgangsseite stehen Ahmet Bilgic, der zu den DSG Finanzprofis Wiener Neustadt wechselte, sowie Marko Stolic, der den Klub in Richtung Leobersdorf verließ. Diese Verluste seien laut Ramic allerdings verschmerzbar, da beide in der Hinrunde kaum Pflichtspiele bestritten hatten.

Verletzungen und personelle Anpassungen

Weniger erfreulich ist die aktuelle Verletzungssituation. Ramic berichtet, dass Petar Vidakovic und Benjamin Hujdurovic nach schweren Verletzungen noch im Aufbau sind. Ob sie bis zum Frühjahrsstart wieder einsatzfähig sind, bleibt abzuwarten.

Besonders bitter trifft es Kapitän Muharem Hujdurovic, bei dem ein Leistenbruch diagnostiziert wurde. „Er wird wohl operiert werden müssen und uns sechs Wochen fehlen“, erklärt Ramic. Einen einzelnen Spieler wollte Ramic dennoch nicht hervorheben – für ihn zählt der Kollektivgedanke. „Wir haben keine Einzelspieler, die ich herausheben möchte“, sagt er deutlich. Das Teamgefüge stehe an erster Stelle, und genau das sei in dieser Phase die Stärke des Vereins.

Ausblick und Analyse der Konkurrenz

In der Liga erwartet Ramic weiterhin ein enges Rennen. Besonders beeindruckt hat ihn Lanzenkirchen, das er für seine offensive Spielweise ausdrücklich lobt. „Die haben viele Ideen nach vorne und spielen mutigen Fußball“, sagt er. Dennoch sieht er fast alle Teams auf Augenhöhe – ein Zeichen für die Ausgeglichenheit der 2. Klasse Steinfeld. Mit 19 Punkten aus elf Spielen liegt Theresienfeld lediglich vier Zähler hinter Platz 1 und nur durch das Torverhältnis getrennt vom Spitzenfeld.

Der Fokus in der Winterpause bleibt daher klar: die Chancenverwertung verbessern und die defensive Stabilität bewahren. Wenn das gelingt, könnte der Verein schon bald im Kampf um die vorderen Plätze eine noch größere Rolle spielen. Ramic blickt optimistisch nach vorne: „Wir hoffen, dass wir zur Meisterschaft alle fit sind und genauso weitermachen können.“