Spielberichte

Harald Schobersberger (SV Kleinpöchlarn): „Ohne Druck, mit Spaß“ – 3:1 bei Wieselburg II

Wieselburg II
SV Kleinpöchlarn

Ein stimmiges Selbstverständnis und klare Worte prägten den Auftritt von Harald Schobersberger, Trainer des SV Kleinpöchlarn, nach dem 3:1-Auswärtssieg bei Wieselburg II in der 2. Klasse Mostviertel. Sein Credo blieb der Fixpunkt: „Wir sind der Underdog, wir haben keinen Druck – wir sollten mit Spaß Fußball spielen, dann kommen die Ergebnisse von selbst.“ Er hob die Effizienz seines Teams hervor, ohne die Leistung zu verklären: Die erste Hälfte sei spielerisch zäh gewesen, die zweite dafür taktisch reifer. Insgesamt passt der 3:1-Abend zu seinem Ansatz, gelassen aufzutreten und den Resultaten zu vertrauen. Für die nächste Runde plant er trotz Ausfällen mit ruhiger Hand und klaren Vorstellungen. Die Treffer für den SV Kleinpöchlarn erzielten Sándor Szidor (22.), Manuel Moschinger (55.) und Robin Ebner (92.). Den einzigen Treffer für Wieselburg II brachte das Tor von Jonas Tuppinger in Minute 77.

Mannschaft schwört sich vor dem Spiel ein - im Vordergrund ist das Tor zu sehen

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Klarere Chancen, nüchternes Fazit

Schobersberger ordnete den Ausgang deutlich ein: „Das Ergebnis war gerecht, weil wir über 90 Minuten die klareren Torchancen hatten. Spielerisch war es nicht so gut, aber schlussendlich haben wir einen verdienten Sieg eingefahren.“ Vor allem nach der Pause sah er Fortschritte: „Wir haben in der Abwehr routiniert zu Ende gespielt, taktisch war die 2. Halbzeit viel besser als die 1. – wir haben alles umgesetzt.“ Den Gegner bewertete er fair: „Eine junge Mannschaft, erste Hälfte spielerisch sicher besser als wir – aber sie brauchen noch Zeit.“

Hektik in der zweiten Halbzeit

Der intensivste Abschnitt aus seiner Sicht: „In der 2. Halbzeit hatten wir drei klare Torchancen; nach einem schweren Foul und möglichem Torraub blieb Rot aus – dann wurde es ein bisschen hektisch.“ In Minute 80 schwächte sich Wieselburg II durch die Gelb-Rote Karte von Philipp Wurzer selbst. Trotz der aufgeheizten Phase blieb die Mannschaft von Trainer Schobersberger stabil und setzte die Vorgaben konsequent um – mit dem Gefühl, die entscheidenden Momente auf der eigenen Seite gehabt zu haben.

Ein Innenverteidiger vorneweg, Umstellungen voraus

Besonderes Lob verteilte der Trainer an seinen Abwehrchef: „Das war der Sandor Szidor. Der Innenverteidiger hat enorme Routine, eine starke Leistung geboten und das mit einem Tor gekrönt.“ Personell war es kein sorgenfreier Abend: „Ich habe drei Spieler gehabt, die nicht gespielt haben – aus privaten Gründen. Und in der nächsten Runde haben wir drei gesperrte Spieler. Wir müssen den Kader wieder umstellen.“ Der Blick bleibt pragmatisch: „Ich habe meine Vorstellungen, wir warten die Trainings ab und stellen so auf, dass wir es für die nächste Runde gut hinbekommen.“ Das übergeordnete Leitmotiv bleibt gesetzt – ohne Druck, mit Freude am Spiel.

2. Klasse Mostviertel: Wieselburg II : SV Kleinpöchlarn - 1:3 (0:1)

  • 92
    Robin Ebner 1:3
  • 77
    Jonas Tuppinger 1:2
  • 55
    Manuel Moschinger 0:2
  • 22
    Sándor Szidor 0:1