Ein intensives Auswärtsspiel, ein fordernder Gegner und viele kleine Wendepunkte: Nach dem Duell beim SV Krummnußbaum in der 2. Klasse Mostviertel ordnete Trainer Dominik Pepeunig von SU Bischofstetten die Lage ein – mit klaren Worten zur eigenen Performance, zu Schlüsselmomenten und zur Stimmung rund um die Partie. Sein Team tat sich vor der Pause schwer, fand nach dem Seitenwechsel aber zu mehr Kontrolle und Effizienz. Besonders prägend: eine Rettungstat bei 0:0 (von Peter Blauensteiner), der schnelle Doppelschlag zum 2:0 (Torschützen: Artur Minin, Michal Sojka) und ein spätes Standard-Gegentor (Torschütze: Pawel Matuszak), das die Spannung bis in die Schlussphase hochhielt. Platz und Atmosphäre boten ideale Rahmenbedingungen, der Fokus richtet sich bereits wieder nach vorne.

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Die ersten 45 Minuten liefen nicht nach Plan. „Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Krummnußbaum hat uns früh unter Druck gesetzt. Wir haben zuoft lange Bälle gespielt – das ist nicht unser Spiel, wir hatten keine Kontrolle“, erklärte Pepeunig. Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Bild: „In der 2. Halbzeit haben wir uns wieder auf unsere Stärken fokussiert, mehr Ballbesitz gehabt, Chancen herausgespielt und sind durch individuelle Klasse mit 1:0 und 2:0 in Führung gegangen.“ Genau diese Korrekturen entsprachen dem Plan: „Unser Spiel ist, die Kontrolle am Ball zu haben.“
Der Knackpunkt lag in einer Szene beim Stand von 0:0: Ein Krummnußbaumer lief allein auf das Tor zu, doch Torhüter Peter Blauensteiner rettete stark. „Er hat uns wirklich gut in der Partie gehalten“, lobte der Coach. Kurz darauf nutzte Bischofstetten das Momentum – und zwei Angriffe, die jeweils über die rechte Seite eingeleitet wurden. Artur Minin stellte in der 55. Minute auf 1:0, drei Minuten später erhöhte Michal Sojka auf 2:0. Krummnußbaum kam zwar noch einmal heran (Torschütze: Pawel Matuszak), doch die Punkte wanderten mit den Gästen.
Bei ruhenden Bällen hatte die Heimelf Vorteile – und genau dort entstand der späte Anschluss. „Es gab insgesamt mehr Standards für Krummnußbaum“, so Pepeunig. Das 2:1 fiel nach einem ruhenden Ball in der Schlussphase (Torschütze: Pawel Matuszak), doch Bischofstetten brachte den Sieg souverän über die Zeit. Zur Spielleitung meinte der Trainer: „Die Schiedsrichterleistung war auf beiden Seiten okay, der Schiedsrichter hat das sehr gut gemacht.“ Auch die äußeren Bedingungen stimmten: „Die Platzverhältnisse waren sehr gut – insgesamt super Bedingungen, keine großen Vorkommnisse.“ Für den weiteren Weg formulierte Pepeunig klare Hausaufgaben: „Wir müssen geduldiger sein und nicht zu hoch stehen – und vor allem nicht zu viele lange Bälle schlagen.“ Sein Gesamtfazit fiel positiv aus – auch mit Blick auf den Doppelerfolg auswärts: „Wichtig ist, dass wir nicht nur mit der Kampfmannschaft positiv gestartet sind, sondern auch das U-23-Spiel mit 2:1 gewonnen haben. Auswärts sechs Punkte aus Krummnußbaum mitzunehmen, ist nicht selbstverständlich.“