Ein klarer Blick auf die eigene Leistung prägte die Analyse von Jakob Köstler nach dem 4:3 seines USV Viehdorf gegen den USC Maria Taferl in der 2. Klasse Mostviertel. „Eher offen: Wir waren die ersten 60 Minuten besser und Maria Taferl die letzten 30“, so der Trainer. Beim Ballbesitz sah er es „eher ausgeglichen“, das System „in der ersten Stunde ganz gut umgesetzt“. Seine klare Vorgabe: „Bis zum Schluss fertig spielen.“ Zudem lobte Köstler die Spielleitung: „Der Schiedsrichter hat das Spiel sehr gut geleitet.“

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Köstlers Kernthese erklärt den Verlauf: Viehdorf setzte früh Akzente und lag zur Pause 4:1 in Front. Für die Hausherren trafen Elias Schoder und Max Königshofer jeweils doppelt, während Florian Reithmayer für Maria Taferl verkürzte. Nach dem Seitenwechsel gehörten die letzten 30 Minuten den Gästen: Patrick Luegbauer brachte den USC mit zwei späten Treffern bis auf 4:3 heran. Genau dieses Wechselspiel der Phasen spiegelt Köstlers Einordnung wider.
Im Abschluss sah Köstler seine Mannschaft auf Kurs: „Bei vier erzielten Toren haben wir eigentlich relativ viele Chancen genützt. Und ja, ein paar weitere Halbschancen haben wir vielleicht gehabt.“ Besonders die ruhenden Bälle hinterließen Spuren: „Wir haben Tore durch Standards erzielt – die haben Einfluss genommen auf das Spiel.“
Die frühe Effektivität gab Viehdorf Sicherheit und verschaffte ein Polster, auf das sich das Team lange stützen konnte.
In den Umschaltmomenten registrierte Köstler „nichts Außergewöhnliches“ – ein Zeichen für Struktur, aber auch dafür, dass vor allem die Schlussphase in den Fokus rückt. Sein Blick nach vorne ist klar definiert: „Dass wir bis zum Schluss fertig spielen.“ Die späte Druckphase der Gäste mit den Anschlusstreffern zum 4:2 und 4:3 durch Patrick Luegbauer unterstreicht diese Forderung.
Für Viehdorf gilt es, die starke erste Stunde samt Effizienz und Standardstärke mitzunehmen – und die Konzentration so hochzuhalten, dass auch die letzten Minuten auf dem Niveau der Anfangsphase bestritten werden.