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USC Maria Taferl dreht 0:2 zu 5:3 – Alexander Scherer: „Wir wollten den Sieg mehr“

USC Maria Taferl
USV Münichreith

Nach dem packenden Auftritt in der 2. Klasse Mostviertel zwischen dem USC Maria Taferl und dem USV Münichreith beschreibt Co-Trainer Alexander Scherer ein Spiel mit zwei Gesichtern: erst der Fehlstart und ein 0:2 zur Pause, dann eine furiose Reaktion mit fünf Treffern nach dem Seitenwechsel. Er verweist auf die Ansprache von Trainer Michael Böhm, den größeren Willen seiner Elf und ein intensives, schnelles Match, in dem sich nach ausgeglichener erster Hälfte die Gewichte deutlich zugunsten der Hausherren verschoben.

Nahaufnahme iener weißen Markierungslinie auf Fußballrasen

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Vom Fehlstart zur Wende

Maria Taferl startete nervös, Münichreith schlug eiskalt zu: Martin Schwinghammer traf in der 13. Minute, Nils Bierbaumer legte in der 27. zum 0:2 nach – dieser Zwischenstand hielt bis zur Pause. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie komplett: Jakob Mayer verkürzte in der 55. auf 1:2, Patrick Luegbauer stellte in der 63. den Ausgleich her, Simon Mairhofer drehte die Partie in der 70. mit dem 3:2 und Tomas Orava erhöhte in der 77. auf 4:2. In der Schlussphase stellte Alexander Hofbauer in der 91. auf 5:2, ehe Schwinghammer mit seinem zweiten Treffer zum 5:3-Endstand traf. „In der Halbzeit hat Trainer Michael Böhm die richtigen Worte gefunden“, betonte Scherer zur Initialzündung des Comebacks.

Balance und Biss

Über weite Strecken sah Scherer ein Duell im hohen Tempo mit wechselseitigen Phasen: „Es war ein sehr schnelles Spiel, in dem beide Mannschaften mutig nach vorne spielten. Der Ballbesitz war insgesamt eher ausgeglichen.“ Beim Chancenbild erkannte er eine klare Zäsur mit dem Seitenwechsel: „Münichreith war in der ersten Halbzeit etwas gefährlicher, nach der Pause waren wir am Drücker.“ Zugleich blieb er selbstkritisch: „In der Defensive kassieren wir derzeit zu einfache Gegentore, oft nach ähnlichem Muster.“ Der Schlüssel lag für ihn im Auftritt nach der Pause: „Dann hat man den Unterschied gesehen: Maria Taferl wollte den Sieg mehr, war energischer in den Zweikämpfen.“ Münichreith sei „eine gute, junge Mannschaft, der in manchen Situationen noch Erfahrung fehlt“.

Einzelne Akzente und Ausblick

Unter den Akteuren ragte für Scherer besonders einer heraus: „Aus meiner Sicht war Patrick Luegbauer der beste Spieler auf dem Platz.“ Er lobte dessen Gesamtpaket: „Topfit, präsent in den Zweikämpfen und im Kopfballspiel, laufstark und auch spielerisch wertvoll.“ Zudem hob er mannschaftsdienliche Rollen hervor: Florian Reithmayer setzte die Offensiven immer wieder in Szene, und Christian Schatz überzeugte als präsenter Sechser – Bausteine einer insgesamt geschlossenen Teamleistung. Auch beim Gegner sah Scherer viel Potenzial: „Münichreith hat mit Nils Bierbaumer einen sehr talentierten, schnellen Spieler mit vielen Offensivqualitäten“, daneben nannte er spielstarke Mitspieler wie Jozef Tirer. Der Blick geht nach vorne: „In den nächsten Wochen warten wichtige Spiele gegen Tabellennachbarn. An der zweiten Halbzeit von heute müssen wir anknüpfen – mit Zweikampfstärke, Laufbereitschaft und einem starken Auftritt als Mannschaft. Wenn wir das abrufen, kommen die Punkte.“

2. Klasse Mostviertel: USC Maria Taferl : USV Münichreith - 5:3 (0:2)

  • 93
    Martin Schwinghammer 5:3
  • 91
    Alexander Hofbauer 5:2
  • 77
    Tomas Orava 4:2
  • 70
    Simon Mairhofer 3:2
  • 63
    Patrick Luegbauer 2:2
  • 55
    Jakob Mayer 1:2
  • 27
    Nils Bierbaumer 0:2
  • 13
    Martin Schwinghammer 0:1