In der 2. Klasse Mostviertel musste sich der USV Klein-Pöchlarn zuhause am Ende mit 1:2 dem SCU Emmersdorf geschlagen geben. Die Gäste taten sich anfangs schwer, glichen aber noch vor der Pause aus und machten in der Schlussphase den Auswärtssieg fix. Emmersdorfs Trainer Roland Zimmerl ordnete den Knackpunkt klar ein: "Der Ausgleich vor der Pause." Zur Mentalität seiner Elf legte er nach: "Wir wollten den Sieg mehr." Ausschlaggebend war aus seiner Sicht das zweite Tor – entstanden nach einer Standardsituation, die Emmersdorf konsequent zu Ende spielte.

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Klein-Pöchlarn kam besser aus den Startlöchern, suchte früh den direkten Weg und lag rasch vorne. In Minute 13 stellte Paul Andrasch auf 1:0 für die Hausherren. Roland Zimmerl bestätigte den schwierigeren Beginn aus Sicht der Gäste: "Klein-Pöchlarn war am Anfang stärker. Wir brauchten etwas, um ins Spiel zu kommen." Emmersdorf arbeitete sich Schritt für Schritt in die Partie, gewann mehr Zweikämpfe und setzte vor der Pause das nötige Zeichen: In der 40. Minute traf Patrick Krammer zum 1:1. Für Zimmerl war genau dieser Moment entscheidend: "Der Ausgleich vor der Pause." Mit dem Pausenstand von 1:1 war die Partie wieder völlig offen, und Emmersdorf hatte spürbar mehr Zugriff als noch zu Spielbeginn.
Nach dem Seitenwechsel blieb Emmersdorf dran, ohne zu überdrehen. Zimmerl betonte, worauf es an diesem Nachmittag ankam: "Unsere Stärke lag heute im kämpferischen Bereich. Wir wollten den Sieg mehr." Die Gäste hielten die Intensität hoch und suchten ihre Chance – und sie kam spät. In Minute 80 erzielte Patrick Mayr das 1:2. Wie wichtig dieses Tor war, unterstrich der Trainer mit einem Blick auf die Entstehung: "Das zweite Tor: schöner Freistoß, Kopfballablage und mit dem Kopf vollendet." Genau diese Konsequenz im Abschluss gab letztlich den Ausschlag. Emmersdorf hatte sich lange nicht belohnt, blieb aber geduldig und nahm am Ende verdient die drei Punkte mit auf die Heimreise.
Zimmerl ließ im Fazit auch den Gegner nicht unerwähnt: "Klein-Pöchlarn war anfangs aggressiv und besser im Spiel." Umso wertvoller wirkt der Auswärtssieg, zumal Klein-Pöchlarn in der Tabelle im gesicherten Mittelfeld mitmischt (Platz 5), während Emmersdorf im Tabellenkeller steht (Platz 13). Ganz ohne Kritik an der eigenen Leistung wollte der Coach aber nicht bleiben: "Im Zwischenbereich und beim letzten Pass nach vorne" sieht er Verbesserungspotenzial. Positiv verbuchte er zudem einen ruhigen Nachmittag für das Gespann: "Es gab keine strittigen Szenen und die Schiedsrichterleistung war in Ordnung." Für Emmersdorf bleibt nach diesem 2:1-Erfolg die klare Aufgabe: den kämpferischen Auftritt beibehalten, am letzten Pass feilen – und den Schwung mitnehmen.