In der 2. Klasse Mostviertel ist der SCU Wallsee mit einem klaren 6:1 gegen den SKV St. Oswald in die Saison gestartet. Trainer Florian Palme sah den Unterschied vor allem in der konsequenten Offensive seiner Mannschaft. "Wir haben 90 Minuten versucht, nach vorne zu spielen und ein Tor zu erzielen", sagte er nach dem Auftakt, der trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs am Ende deutlich ausfiel.

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Der Start lief für die Gastgeber so, wie es sich Florian Palme vorgestellt hatte, auch wenn seine Mannschaft sich nicht sofort mit einem Treffer belohnte. Der Trainer sprach von einer guten Anfangsphase und von einer frühen Chance, die zunächst noch ungenutzt blieb. In der 11. Minute fiel dann aber doch das 1:0, als Lukas Hapal SCU Wallsee in Führung brachte. Dass Rene Kriska in der 22. Minute für SKV St. Oswald ausglich, änderte für Palme wenig am grundsätzlichen Eindruck dieser ersten Hälfte. "Wir sind gut in die Partie gestartet", sagte der Trainer, und noch wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft nach dem 1:1 nicht nachließ. Nur fünf Minuten später stellte Simon Falta auf 2:1, womit SCU Wallsee die passende Antwort gab. "Wir haben einfach nicht aufgehört, nach vorne zu spielen", erklärte Palme, der den neuerlichen Führungstreffer auch als Zeichen dafür wertete, dass sein Team an seinem Plan festhielt.
Besonders zufrieden war Florian Palme mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft zu ihren Treffern kam. "Das 1:0 war schön über die Seite herausgespielt", sagte er und beschrieb die Aktion so, dass Simon Falta im Strafraum gut querlegte und Lukas Hapal in einer optimal besetzten Zone nur noch vollenden musste. Auch das 2:1 ordnete der Trainer klar ein: "Das war eine starke Einzelleistung von Simon Falta, der in den Sechzehner eingedrungen ist und eiskalt abgeschlossen hat." Nach der Pause zog SCU Wallsee das Spiel dann endgültig auf seine Seite. Thomas Fehringer erhöhte in der 55. Minute nach einer Flanke von Jan Javurek per Kopf auf 3:1. Später traf Lukas Daurer in der 74. und 82. Minute doppelt, ehe Kevin Huber in der Nachspielzeit mit dem verwandelten Elfmeter zum 6:1 den Schlusspunkt setzte. Auch diese Tore sah Palme als Beleg dafür, dass seine Mannschaft die Angriffe variantenreich vortrug und ihre Aktionen nicht nur über eine Schiene aufzog.
Bei aller Freude über sechs Tore verschwieg der Trainer nicht, dass SKV St. Oswald phasenweise durchaus unangenehm zu bespielen war. "Sie sind als Mannschaft kompakt gestanden, haben das Spielfeld eng gemacht und eher defensiv gestanden", sagte Palme über den Gegner, der aus seiner Sicht vor allem auf Umschaltmomente lauerte. Einer dieser Konter führte durch Rene Kriska zum Ausgleich, ein weiterer hätte laut dem Trainer ebenfalls gefährlich werden können. Umso mehr hob er hervor, dass SCU Wallsee die Geduld nicht verlor. "Sie haben bis zum Schluss verteidigt und nicht aufgegeben, das muss man ihnen hoch anrechnen", sagte Palme über SKV St. Oswald. Gleichzeitig sprach er offen an, wo er bei seiner eigenen Mannschaft noch Luft nach oben sieht. Vor allem die Defensivarbeit und die Restverteidigung seien in der ersten Halbzeit nicht optimal gewesen. Nach der Pause habe es durch die Wechsel besser ausgesehen, und: "Bis auf den Elfmeter haben wir nichts zugelassen." Dass der Strafstoß für SKV St. Oswald nicht zum Tor führte, half den Gastgebern zusätzlich dabei, das Spiel klar in ihre Richtung zu ziehen. Auch mit der Linie des Unparteiischen war Palme einverstanden: "Beide Elfmeter waren gerechtfertigt, unterm Strich war alles in Ordnung."
Das 6:1 war für Florian Palme am Ende nicht nur eine Frage der Chancenverwertung, sondern auch eine Frage der fußballerischen Qualität. "Die Mannschaftsleistung, das Kollektiv, steht im Vordergrund", betonte der Trainer, fügte aber auch an, dass SCU Wallsee in vielen Mannschaftsteilen die besseren Einzelspieler gehabt habe. Genau darin sah er den Ausschlag für den verdienten Auftaktsieg. Gleichzeitig blieb der Trainer bei seiner Einordnung bodenständig, weil ihm die erste Halbzeit in der Defensive nicht restlos gefiel. "Da waren wir sehr anfällig", sagte er mit Blick auf jene Phase, in der SKV St. Oswald durch sein kompaktes Auftreten im Spiel blieb. Für die kommende Trainingswoche vor dem nächsten Spiel gegen Amstetten SKU II ist die Richtung damit klar. Offensiv soll SCU Wallsee den mutigen und druckvollen Stil beibehalten, defensiv aber sauberer und stabiler werden. Der Einstand ist deutlich gelungen, und das 6:1 bestätigt die eigene Spielidee.