In der 2. Klasse Mostviertel hat SU Bischofstetten den Saisonstart bei SV Yspertal mit 4:2 bestanden. Die Gäste lagen früh zurück, gingen noch vor der Pause in Führung und mussten direkt nach Wiederbeginn wieder bei null anfangen. Trainer Dominik Pepeunig sah genau das erwartete schwere Auftaktspiel, am Ende aber auch den Unterschied: „Unsere individuelle Qualität hat uns unterm Strich die drei Punkte beschert.“
Pepeunig hatte schon vor dem Anpfiff mit einer schwierigen Aufgabe gerechnet, und genau so entwickelte sich die Partie dann auch. „Es war das erwartet schwere Auftaktspiel in Yspertal“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Der Gastgeber machte es den Gästen von Beginn an schwer, war laut Pepeunig „sehr bissig in den Zweikämpfen“ und ließ SU Bischofstetten zunächst nicht richtig ins Spiel kommen. Das zahlte sich früh aus, denn Rene Schaumüller brachte SV Yspertal in der 5. Minute mit 1:0 in Führung. Pepeunig sprach davon, dass seine Mannschaft den frühen Rückschlag erst einmal wegstecken musste. Nach ein paar Minuten fand Bischofstetten aber besser hinein und kam in der 23. Minute zum 1:1 durch Dominik Weinauer. Der Trainer beschrieb den Ausgleich so: „Das 1:1 war nach einer Standardsituation am zweiten Pfosten, wir haben sofort den Abschluss gesucht.“ Noch vor der Pause drehte seine Mannschaft die Partie dann ganz. In der 43. Minute bereitete Martin Drobena nach Aussage des Trainers über die Mitte stark vor, Peter Kudlicka verwertete den flachen Ball zum 1:2.
Der Vorsprung zur Pause war für SU Bischofstetten allerdings noch keine Vorentscheidung, weil SV Yspertal sofort wieder zurückkam. Christian Eder traf in der 48. Minute zum 2:2, und damit war alles wieder offen. Genau diese Phase stellte Pepeunig nach dem Spiel besonders heraus, weil seine Mannschaft aus seiner Sicht da die richtige Reaktion zeigte. „Das zeichnet meine Mannschaft aus, dass wir trotz des 0:1 und trotz des 2:2 nach der Pause nicht aufhören. Meine Mannschaft hört nie auf und will bis zum Schluss alles probieren“, sagte er. Bischofstetten blieb damit am Drücker und war vorne sehr effektiv. In der 65. Minute stellte Peter Kudlicka auf 2:3, elf Minuten später legte er mit seinem dritten Treffer das 2:4 nach. Besonders über den Dreifachtorschützen freute sich der Trainer: „Es freut mich für Peter Kudlicka. Er ist nach einem Jahr Pause zurück in Bischofstetten, und ein Einstand im ersten Meisterschaftsspiel mit drei Toren ist mehr als geglückt.“ Auch den letzten Treffer schilderte Pepeunig noch genauer: Über die rechte Seite wurde der Ball in die Mitte gespielt, ein Mitspieler ließ durch, Kudlicka nahm am Sechzehner an und schob flach ins lange Eck.
So zufrieden Pepeunig mit dem Ergebnis war, so klar sprach er danach auch an, dass seine Mannschaft noch nicht am Limit ist. „Luft nach oben hat nach dem ersten Spiel jeder noch“, sagte der Trainer und wollte den Auftaktsieg nicht größer machen, als er aus seiner Sicht ist. Verbesserungsbedarf sieht er vor allem gegen den Ball. „Gerade das Verhalten gegen den Ball und die mannschaftliche Geschlossenheit müssen wieder besser werden“, erklärte er, verband das aber gleich mit der Erwartung, dass diese Dinge in den nächsten ein, zwei Wochen kommen werden. Den Unterschied zu SV Yspertal sah er dennoch deutlich. Auf die Frage nach dem entscheidenden Punkt antwortete Pepeunig: „In der individuellen Qualität der einzelnen Spieler, aber auch in der Qualität in Summe aller Beteiligten.“ Gleichzeitig erkannte er auch an, was der Gegner gut gemacht hat. SV Yspertal arbeitete aggressiv gegen den Ball, stand kompakt im Mittelfeldpressing und wollte nach Ballgewinnen schnell in die Tiefe spielen. Pepeunig hatte aber auch das Gefühl, dass das hohe Anfangstempo des Heimteams nicht über 90 Minuten zu halten sein würde. Dazu kamen bei SU Bischofstetten noch personelle Reserven, weil laut Trainer zwei wichtige Qualitätsspieler noch nicht voll zur Verfügung standen. Für den Auftakt reichte es trotzdem zu drei Punkten, und genau das nimmt Bischofstetten nach diesem 4:2 mit.