In der 2. Klasse Mostviertel hat sich SV Erlauf bei Amstetten SKU II mit einem 2:2 begnügen müssen, obwohl lange mehr drin war. Ondrej Gabor brachte die Gäste zweimal nach vorne, ehe der Ausgleich erst in der Nachspielzeit fiel. Trainer Christoph Groissböck sprach nach dem Spiel von einer kämpferisch starken Leistung und machte vor allem eine verpasste Szene klar aus: "Das 3:1 hat gefehlt."

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Dass Erlauf an diesem Abend nicht nur zum Verteidigen nach Amstetten gekommen war, zeigte sich schon früh. In der 10. Minute brachte Ondrej Gabor seine Mannschaft mit 1:0 in Führung und sorgte damit für den idealen Start aus Sicht der Gäste. Lange hielt dieser Vorsprung aber nicht, denn Amstetten kam rasch zurück und glich in der 18. Minute durch Martin Kamenec zum 1:1 aus. Erlauf blieb dennoch in seinem Plan und nutzte den nächsten guten Moment wieder aus. Noch vor der Pause war erneut Gabor zur Stelle und stellte in der 29. Minute auf 2:1. Mit diesem Vorsprung ging Erlauf auch in die Halbzeit.
Nach dem Spiel ordnete Christoph Groissböck das Remis sehr offen ein und machte dabei auch die besondere Ausgangslage beim Gegner zum Thema. "Sie haben im Gegensatz zur vorigen Woche mit acht Veränderungen gespielt. Das war eine komplett andere Mannschaft", sagte der Erlauf-Trainer. Wegen der Länderspielpause seien mehrere Spieler aus der ersten Landesliga in die zweite Mannschaft gerückt, entsprechend stark schätzte er die Gastgeber ein. "Sie haben 90 Minuten das Spiel dominiert, waren aber im letzten Drittel nicht abschlussstark", meinte Groissböck. Seine eigene Mannschaft hielt mit anderen Mitteln dagegen. "Wir sind defensiv sehr gut gestanden, haben Einsatz, Kampfkraft, Leidenschaft und Wille gezeigt", sagte er. Gerade im Vergleich zur Vorwoche sei das für ihn eine klare Verbesserung gewesen.
Der Moment, der Groissböck am meisten beschäftigte, kam beim Stand von 2:1 für seine Mannschaft. "Wir haben verabsäumt, das 3:1 zu machen", sagte er und nannte auch die konkrete Szene, die ihm hängen geblieben war. "Da ist unser Mittelfeldspieler Mehmet Budak alleine auf den Tormann gelaufen und hat leider das Tor nicht gemacht." Für den Erlauf-Coach war genau das die Aktion, die das Spiel endgültig hätte in die gewünschte Richtung bringen können. So blieb Amstetten im Rennen und belohnte sich in der Nachspielzeit doch noch. In der 91. Minute traf Besar Hondozi zum 2:2 und nahm den Gästen damit den schon greifbar nahen Auswärtssieg noch weg.
Trotz des späten Ausgleichs stellte Groissböck die Leistung seiner Mannschaft nicht infrage. "Wir haben sehr gute Umschaltmomente erzeugt. Sie haben den Matchplan sehr gut umgesetzt", sagte der Trainer und verwies damit auf jene Bereiche, in denen Erlauf aus seiner Sicht vieles richtig gemacht hatte. Auch die Gesamtbewertung fiel trotz des späten Dämpfers positiv aus. "Ich glaube, es war ein verdienter Punkt aufgrund der Willensleistung von uns", so Groissböck. Den Unparteiischen nahm er dabei ausdrücklich aus jeder Diskussion heraus und sprach von einer sehr guten Spielleitung. Für Erlauf blieb damit ein Remis, das wegen des Zeitpunktes des Gegentreffers schmerzte, das aber zugleich zeigte, dass die Mannschaft nach der enttäuschenden Vorwoche ein deutlich anderes Gesicht zeigte.