In der 2. Klasse Mostviertel musste sich USV Viehdorf am Samstag zuhause Ybbs II mit 1:3 geschlagen geben. Nach dem frühen Rückstand kam Viehdorf noch vor der Pause zurück, nach dem Seitenwechsel entschieden aber aus Sicht von Trainer Matthias Temper erneut zu leicht kassierte Gegentore und eine strittige Szene rund um ein aberkanntes Tor die Partie.

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Für Viehdorf begann die Partie so, wie es Temper auf keinen Fall sehen wollte. Schon in der 6. Minute traf Dominik Streisselberger zum 0:1 für die Gäste, und genau dieser frühe Nackenschlag war es, der den Trainer nach dem Schlusspfiff besonders ärgerte. "Es war leider wieder ein schlechter Start von uns, wo wir wieder ein Tor bekommen haben, was wir zur Genüge angesprochen haben", sagte Temper. Gleichzeitig erkannte er aber auch, dass seine Mannschaft die Partie danach nicht aus der Hand gab. "Wir waren trotzdem gut in der Partie", meinte der Viehdorf-Coach. Der Ausgleich zum 1:1 fiel in der 27. Minute durch ein Eigentor von Clemens Pöchhacker, und damit war Viehdorf wieder voll da. Mit dem 1:1 ging es auch in die Pause, und aus Sicht der Gastgeber war zu diesem Zeitpunkt noch alles offen.
Dass Viehdorf am Ende dennoch ohne Punkte dastand, machte Temper vor allem an der Phase nach dem Seitenwechsel fest. In der 59. Minute brachte Philipp Wentner Ybbs II wieder in Führung, und für den Trainer war genau dieses Tor sinnbildlich für das Problem seiner Mannschaft. "Im Endeffekt war es dann wieder eine Unachtsamkeit", sagte er, nachdem seine Elf aus seiner Sicht bis dahin gut im Spiel gewesen war. Besonders hängen blieb ihm dann eine Szene, die aus Viehdorfer Sicht den möglichen Ausgleich gebracht hätte. Temper sprach von einem "regulären Tor", das nicht gegeben wurde, und erklärte die Situation so: "Es war ein Freistoß von uns, der eigentlich nicht wirklich gefährlich war. Ein Aufsitzer. Der Tormann hatte seine Probleme. Der Torwart stand schon auf der Linie und hat dann zurückgreifen müssen." Für den Unparteiischen sei der Ball dennoch nicht hinter der Linie gewesen. "Das 2:2 wäre ein Knackpunkt gewesen", sagte Temper deutlich. Das nicht gegebene Tor passte zum Auftreten des Schiedsrichters. Vor der Partie bereits mit einigen Ybbsern abgeklatscht, in der Pause in deren Kabine gewesen. Jedes Handspiel war angelegte Hand, bei Viehdorf war jedes Handspiel strafbar, zum Teil mit sofortiger gelber Karte.
So blieb Viehdorf in Rückstand, musste in der Schlussphase mehr riskieren und kassierte tief in der Nachspielzeit noch das 1:3 durch Emir Acer. Auch dieses Gegentor ordnete Temper nüchtern ein: Seine Mannschaft habe am Ende alles nach vorne geworfen und sei dann ausgekontert worden. Trotzdem darf es nicht passieren, da wir den Ball klären können und müssen. Da gibt es keine zwei Meinungen. Viel mehr als das Ergebnis störte ihn aber der wiederkehrende Ablauf. "Wir bekommen die Tore wieder viel zu einfach", sagte der Viehdorf-Trainer, der genau diesen Punkt schon seit Wochen anspricht. Für ihn lag darin der Hauptgrund, warum seine Mannschaft trotz ordentlicher Phasen leer ausging. "Sie haben die Chancen, die sie gehabt haben, auch in Tore umgemünzt. Das war der große Unterschied." Unterm Strich sah Temper ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Ybbs abgeklärter war und die Möglichkeiten besser nutzte. Am grundsätzlichen Befund änderte das für ihn aber wenig: Wenn Viehdorf weiter so einfache Gegentore bekommt, wird es schwer, enge Spiele auf die eigene Seite zu ziehen.