In der 2. Klasse Mostviertel hat die SU Bischofstetten gegen Wieselburg II nach einer schwachen ersten Halbzeit noch ein 3:2 geholt. Zur Pause lagen die Gastgeber 0:2 zurück, nach dem Seitenwechsel drehten sie die Partie aber mit deutlich mehr Druck. Sportlicher Leiter Christoph Schagerl führte den Umschwung vor allem auf die bessere zweite Hälfte und die größere Durchschlagskraft zurück.

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Was vor der Pause passierte, machte Schagerl sehr deutlich. "Wir waren in der ersten Halbzeit nicht wirklich im Spiel", sagte der Sportliche Leiter, und genau so stellte sich die Partie aus Sicht der Hausherren dar. Bischofstetten bekam nach seiner Einschätzung "keinen Zugriff" und half Wieselburg II mit zwei individuellen Fehlern in eine gute Ausgangsposition. In der 34. Minute brachte Luca Biber die Gäste mit dem 0:1 in Führung, in der 42. Minute legte derselbe Spieler das 0:2 nach. Schagerl sprach beim ersten Gegentor von einem Problem in der Abstimmung und ordnete auch das zweite Tor als vermeidbar ein. Gleichzeitig verlor er über den Gegner kein schlechtes Wort: Wieselburg II sei "eine sehr junge, spielerisch sehr gute Mannschaft", der in manchen Situationen vielleicht nur "ein kleines Quäntchen" fehle.
Nach der Pause änderte sich das Bild aber spürbar. "Wir sind besser aus der Kabine gekommen, mit etwas mehr Druck", sagte Schagerl, und Bischofstetten brachte nun genau jene Energie auf den Platz, die vor der Halbzeit gefehlt hatte. Der Anschlusstreffer fiel in der 56. Minute durch Matthias Schober, und damit war die Aufholjagd auch auf der Anzeigetafel angekommen. Die Gastgeber blieben danach am Drücker und arbeiteten sich immer stärker in die Partie. Schagerl sprach davon, dass seine Mannschaft in dieser Phase "sehr aggressiv gegen den Ball gearbeitet" und alles nach vorne gespielt habe. Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten: In der 67. Minute stellte Michal Sojka auf 2:2. Aus dem klaren Rückstand war damit endgültig wieder ein offenes Spiel geworden.
Entschieden wurde die Begegnung dann erst kurz vor Schluss. In der 88. Minute war es erneut Michal Sojka, der das 3:2 erzielte und die Partie komplett drehte. Schagerl hob im Rückblick vor allem die Entstehung dieses Treffers hervor und sagte: "Die entscheidende Szene war unser 3:2 nach einem langen Einwurf." Für ihn passte dieses Tor genau zu dem, was seine Mannschaft nach der Pause ausgezeichnet hatte. "Aufgrund der zweiten Halbzeit war der Sieg verdient", meinte er, weil Bischofstetten nicht nur mehr Druck entwickelte, sondern auch vor dem Tor entschlossener wurde. Als entscheidenden Unterschied zwischen beiden Teams nannte Schagerl deshalb die "Durchschlagskraft" und fügte an: "Wir beweisen hinten raus immer wieder, dass wir Spiele auch in den Schlussminuten drehen können."
Der Heimsieg erzählt aus Bischofstettner Sicht aber nicht nur von einer starken Schlussphase, sondern auch von einem Punkt, den Schagerl offen ansprach. "In den letzten Wochen haben wir in der ersten Halbzeit etwas Probleme", sagte er, weil seine Mannschaft immer wieder in Rückstand gerate und sich die Spiele damit selbst schwer mache. Genau deshalb war dieses 3:2 für ihn Bestätigung und Warnung zugleich: Bestätigung, weil Bischofstetten spielerisch und kräftemäßig nachlegen kann, Warnung, weil solche Aufholjagden nicht jede Woche gut gehen müssen. Rund um die Partie selbst gab es laut Schagerl wenig Aufreger. Diskussionen habe es "eigentlich keine" gegeben, der Schiedsrichter habe das Spiel "sehr gut im Griff" gehabt. So blieb unter dem Strich ein Sieg, der wegen der klaren Steigerung nach der Pause und des späten Treffers in Bischofstetten noch länger nachwirken wird.