In der 2. Klasse Mostviertel hat SV Erlauf am Samstag ein wildes 4:3 gegen USV Viehdorf eingefahren. Trotz eines frühen Rückstands blieb die Mannschaft von Christoph Groissböck bei ihrem Plan, drehte die Partie noch vor der Pause und zog nach dem Seitenwechsel auf 4:1 davon. Dass es am Ende noch eng wurde, änderte für den Trainer nichts an der Kernaussage: „Wir haben unser Spiel durchgezogen.“

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Aus Sicht von Christoph Groissböck war der Start trotz des 0:1 nach fünf Minuten durch Patrick Seisenbacher kein Bruch. „Wir waren ab der ersten Minute spielbestimmend“, sagte der Erlauf-Trainer, der seine Mannschaft über weite Strecken klar überlegen sah. Gerade deshalb wertete er die Reaktion nach dem frühen Rückschlag hoch. Erlauf blieb beim eigenen Plan, suchte weiter die spielerische Lösung und kam in der 30. Minute zum Ausgleich durch Jan Losonsky. Noch wichtiger wurde kurz vor der Pause das 2:1 durch Ondrej Gabor in der 43. Minute. „Dass wir vor der Pause das 1:1 und 2:1 gemacht haben, war sehr wichtig“, sagte Groissböck. Für ihn war schon in dieser Phase zu sehen, dass seine Mannschaft das Spiel nicht aus der Hand geben wollte und sich vom frühen Gegentor nicht beeindrucken ließ.
Nach dem Seitenwechsel schien Erlauf die Partie endgültig auf seine Seite zu ziehen. Fabian De Monte erhöhte in der 51. Minute auf 3:1, Mehmet Budak legte in der 60. Minute das 4:1 nach. Groissböck sprach bei diesen Treffern von den Toren, die „der Knackpunkt“ gewesen seien. Über das 3:1 sagte er: „Das war ein schöner Weitschuss ins Kreuzeck.“ Das 4:1 bezeichnete er als „Traumheber von 25 Metern ins lange Eck“. Insgesamt sah der Trainer vieles so, wie er es sich vorgestellt hatte. „Wir haben unseren Matchplan zu hundert Prozent umgesetzt“, betonte er. Vor allem spielerisch habe seine Mannschaft überzeugt, dazu seien Einsatz und Leidenschaft genau das gewesen, „was ich von der Mannschaft erwarte“. Viehdorf erlebte er dagegen vor allem mit vielen langen Bällen, die Erlauf nach seiner Einschätzung meist gut wegverteidigte.
Ganz durch war die Sache damit aber nicht. Viehdorf verkürzte in der 64. Minute durch Alexander Kirchweger auf 4:2 und kam in der 86. Minute durch Laurenz Kralowetz sogar noch auf 4:3 heran. Groissböck sprach davon, dass seine Mannschaft das Spiel zwar „eigentlich 80 Minuten im Griff“ gehabt habe, durch Gegentreffer nach eigenen Fehlern aber doch noch einmal zittern musste. „Sonst hätten wir das Spiel noch früher entschieden“, sagte er mit Blick auf weitere gute Möglichkeiten. Dass die Partie in der Schlussphase noch einmal offen wurde, nahm er trotzdem eher als Mahnung denn als Makel. „Defensiv haben wir noch ein paar Aufgaben vor uns, aber das gehört im Kollektiv verteidigt“, stellte der Trainer klar. So blieb am Ende vor allem ein Sieg, mit dem Erlauf laut seinem Trainer „mit breiter Brust ins nächste Spiel“ gehen will.