Im Duell der Tabellennachbarn in der 2. Klasse Mostviertel hat SKV St. Oswald beim USV Viehdorf mit 3:0 gewonnen. Nach einem torlosen ersten Durchgang legten die Gäste nach der Pause zu und machten aus einem offenen Kampfspiel noch eine klare Sache. Trainer Dieter Wimmer führte den Sieg vor allem auf die bessere Zweikampfführung, mehr Durchschlagskraft und den größeren Willen seiner Mannschaft zurück.

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Nach der Niederlage aus der Vorwoche sei der Start in diese Partie für seine Mannschaft nicht selbstverständlich gewesen, umso zufriedener war Wimmer mit dem Beginn. „Wir sind sehr gut in das Spiel gestartet“, sagte der St.-Oswald-Trainer nach dem Schlusspfiff. Viel Schönspiel war auf dem Platz aber nicht zu erwarten. Wimmer sprach von einem Kampfspiel, in dem beide Mannschaften auf Sieg gespielt hätten und in dem auch die Platzverhältnisse eine Rolle spielten. Der Boden sei relativ uneben gewesen, trotzdem hätten es laut Wimmer beide Teams „ganz gut gemacht“. St. Oswald war nach seiner Einschätzung ordentlich im Spiel und hätte schon vor der Pause in Führung gehen können, auf der anderen Seite hatte aber auch Viehdorf seine Möglichkeiten. Deshalb passte für ihn das 0:0 zur Halbzeit auch zum Verlauf.
Nach dem Seitenwechsel sah Wimmer seine Mannschaft stärker als noch im ersten Durchgang, und diese Phase brachte auch die Führung. In der 60. Minute traf Daniel Kampleitner zum 1:0, ein Tor, das für den Trainer weit mehr war als nur der erste Treffer des Nachmittags. „Dass wir einmal das Tor geschossen haben, war der wichtigste Moment“, sagte Wimmer, weil seiner Mannschaft in den vergangenen Spielen trotz positiver Ansätze oft genau das gefehlt habe. Den Treffer beschrieb er als langen Ball mit einem guten Kopfball über den Tormann. Danach war die Partie aber noch nicht entschieden. Wimmer gab offen zu, dass St. Oswald in dieser Phase auch etwas Glück hatte. Als die Gastgeber in der Schlussphase mehr aufmachen mussten, nutzten die Gäste den Platz konsequent. Rene Kriska erhöhte in der 87. Minute auf 2:0 und setzte in der 90. Minute noch das 3:0 nach. Für Wimmer war klar, warum es am Ende so deutlich wurde: „Viehdorf hat mit dem Rücken zur Wand mehr aufgemacht, und wir haben die Konter diesmal fertiggefahren.“
Dass der Sieg für Wimmer „auf jeden Fall in Ordnung“ ging, begründete er vor allem mit Dingen, die seine Mannschaft zuletzt vermisst hatte. „Wir haben heute die Zweikämpfe viel besser angenommen und sehr viele gewonnen“, sagte er. Dazu sei das Stellungsspiel klar verbessert gewesen, die Zahl der Abspielfehler gering geblieben, auch das Verschieben und Umschaltspiel habe gut funktioniert. Entscheidend war für ihn aber, dass diesmal auch die Durchschlagskraft nach vorne da war. Gleichzeitig vergaß er nicht auf den Gegner. Viehdorf sei kämpferisch stark gewesen, habe nach dem 0:1 und auch nach dem 0:2 nicht aufgegeben, hatte Pech mit einem Lattenschuss und verfüge über viele junge Spieler. „Die Mannschaft hat auf jeden Fall Zukunft“, meinte Wimmer. St. Oswald hat sich nach schwierigen Wochen endlich für den eigenen Aufwand belohnt. „Wir haben uns hineingekämpft, und das hat perfekt gepasst“, fasste Wimmer einen Nachmittag zusammen, an dem für seine Mannschaft diesmal nicht nur der Einsatz stimmte, sondern auch das Ergebnis.