In der 2. Klasse Mostviertel hat der SPU TSV Nöchling am Sonntag bei Amstetten SKU II mit 0:2 verloren. Entscheidend war aus Sicht von Trainer Cosmin-Gheorghe Goje vor allem der missratene Beginn, denn schon nach acht Minuten lagen die Gäste zwei Tore zurück. Danach kam Nöchling zwar besser hinein, offensiv blieb aber zu wenig übrig, während Amstetten den Vorsprung aus der ersten Halbzeit über die Zeit brachte.

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Goje machte nach dem Schlusspfiff keinen Bogen um den Hauptgrund für die Niederlage. "Wir waren die ersten zehn, fünfzehn Minuten nicht da. Wir haben gedacht, es wird alles einfach", sagte der Trainer offen. Genau diese Phase entschied das Spiel schon sehr früh. In der 4. Minute brachte Georgi Georgiev die Gastgeber in Führung, nur vier Minuten später legte Zinedine Alibegovic das 2:0 nach. Vor allem dieser Start saß dem Coach im Magen. "Nach acht Minuten war es schon 0:2, und dann ist es schwer, das noch umzubiegen", meinte Goje. Den ersten Treffer schilderte er als unübersichtliche Szene nach mehreren geblockten Aktionen, bei der der Ball nach einem Stangenschuss und weiteren Abprallern doch noch im Tor landete. Beim zweiten Gegentor störte ihn weniger der Abschluss als der Entstehungsmoment. Aus seiner Sicht war der Freistoß "ein bisschen zu leicht" gegeben, geschossen war er aber "super in die Kreuzecke". Zur Pause stand damit bereits jenes 2:0, das sich später nicht mehr ändern sollte.
Dass Nöchling nach dem frühen Rückstand besser in die Partie fand, wollte Goje nicht bestreiten. Gleichzeitig sprach er sehr klar an, was seiner Mannschaft an diesem Nachmittag fehlte. "Offensiv war es insgesamt zu wenig bei uns", sagte er, und genau in diesem Bereich sah er den größten Unterschied. Zwar stellte er seiner Defensive nicht grundsätzlich ein schlechtes Zeugnis aus, doch die Arbeit gegen den Ball habe schon weiter vorne nicht gepasst. "Hinten haben wir eigentlich ganz gut gestanden, aber von vorne hat die Defensivarbeit gefehlt", erklärte der Trainer. Dazu kam, dass seine Elf in vielen Situationen nur hinterherlief. "Wir waren fast immer Zweiter am Ball und in den Eins-gegen-eins-Situationen haben wir die Zweikämpfe oft verloren." Auch den Gegner ordnete Goje klar ein. Amstetten sei "spielerisch wirklich eine gute Mannschaft" gewesen, habe von hinten heraus Fußball spielen wollen und sei insgesamt spritziger aufgetreten. Dazu verwies der Nöchling-Coach auch darauf, dass bei den Gastgebern Verstärkung von oben dabei war. Entscheidend war für ihn aber weniger das Personal als die Art, wie Amstetten auftrat: "Sie haben immer probiert, Fußball zu spielen, und das ist ihnen gelungen, weil wir zu weit weg vom Gegner waren."
Ganz ohne Möglichkeiten blieb Nöchling trotz des Rückstands nicht, und genau dort sah Goje den Punkt, an dem das Spiel vielleicht noch einmal hätte kippen können. Schon beim Stand von 0:2 habe es eine "super Torchance" gegeben, die ungenützt blieb. Nach der Pause erinnerte er dabei vor allem an eine Szene rund um die 60. Minute, die aus seiner Sicht der Anschluss hätte sein müssen. "Das war eigentlich die einzige wirkliche Torchance von uns", sagte er. Seine Schilderung zeigte, wie knapp Nöchling an einem neuen Spielverlauf vorbeischrammte: Ein Spieler nahm den Ball gut mit, machte noch "eine super Hacke", schoss aufs Tor, der Tormann war bereits weg, doch ein Verteidiger rettete kurz vor der Linie zur Ecke. "Wenn da das 2:1 fällt, dann hätte es noch brennen können", meinte Goje. So blieb dieses Tor aus, und damit auch die echte Druckphase. Der Trainer hielt fest, dass Amstetten nach dem 2:0 bis in die Schlussphase hinein nur wenig zuließ und erst in der Nachspielzeit, als Nöchling mehr Risiko nahm, noch zu ein, zwei Möglichkeiten kam. Am Ende gratulierte Goje fair zum Sieg und richtete den Blick auf die eigene Arbeit. "So Spiele gibt es auch. Wenn du schlecht anfängst, kommst du schwer hinein. Wir müssen einfach dranbleiben und weiterarbeiten."