Ein selbstbewusster Auftritt und klare Worte von Alexander Jank prägten den Abend in der 2. Klasse Ost-Mitte, als der ASV Hinterbrühl den 1. SVg Guntramsdorf empfing. Der Trainer sprach von einer klar bestimmenden Vorstellung seiner Mannschaft, haderte mit mehreren Abseitsentscheidungen und lobte den Joker Jürgen Scherbl, der die Partie drehte. Zwischen Erleichterung über die Wende und Vorsicht wegen Blessuren klang vor allem eines durch: die Hoffnung auf Konstanz und ein Anknüpfen an die Serie aus dem Herbst.

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Der Start lief aus Guntramsdorfer Sicht denkbar unglücklich: Ein Missgeschick im eigenen Strafraum brachte die Hausherren früh in Front – Gökhan Ekinci stellte in Minute 5 auf 0:1. Guntramsdorf blieb dennoch am Drücker. Eine gute Möglichkeit wurde wegen Abseits zurückgepfiffen, und ein Versuch von Bernd Orgelmeister strich knapp vorbei. Der psychologisch wichtige Ausgleich fiel vor der Pause: Jakob Seidl stellte in der 41. Minute auf 1:1, womit es auch in die Halbzeit ging.
Aus Janks Sicht gab es am Kräfteverhältnis wenig zu deuteln: „Nein, also Hinterbrühl war nicht stärker, sondern wir waren über das ganze Spiel die klar bestimmende Mannschaft. Wir haben sehr, sehr wenig Chancen zugelassen.“ Auch nach dem Seitenwechsel reklamierten die Gäste zwei wegen Abseits zurückgepfiffene Angriffe, die aus ihrer Sicht regulär gewesen wären. Am grundsätzlichen Plan änderte das nichts – Guntramsdorf blieb griffig und zielstrebig.
Nach dem Seitenwechsel drückte Guntramsdorf auf den Sieg und fand weitere Gelegenheiten. Den Unterschied machte schließlich ein später Doppelschlag: Der eingewechselte Jürgen Scherbl besorgte in der 69. Minute das 2:1 und setzte in Minute 90 mit dem 3:1 den Schlusspunkt. Jank hob den Impuls von der Bank hervor und sprach von einem Matchwinner mit zwei Treffern, der die Wende endgültig herbeiführte.
Taktisch war die Vorgabe klar formuliert und traf den Kern des Auftritts: „Wir haben besonderes Augenmerk auf schnelle Seitenwechsel gelegt. Das haben wir auch getan.“ Im Ballbesitz, so Jank weiter, müsse sein Team die Bälle künftig noch schneller in die Spitze bringen, um den Zielspieler besser einzusetzen. Personell musste Guntramsdorf allerdings auch Rückschläge verkraften: Thomas Csobadi ging angeschlagen vom Feld, und David Zimmermann hat Knöchelprobleme – Jank hofft auf eine schnelle Rückkehr beider in der kommenden Woche. Den Blick nach vorne fasst der Trainer bewusst langfristig: „Wir wollen jetzt eine konstante Frühjahrssaison spielen und dort anknüpfen, wo wir im Herbst aufgehört haben. Da waren wir fünf Spiele ungeschlagen – das wollen wir fortsetzen.“