Spielberichte

Perchtoldsdorf II-Trainer Thomas Fink: „Zurückhaltend gespielt – Konter gestochen“

FSV Fortuna Mödling
Perchtoldsdorf II

Im Duell zwischen FSV Fortuna Mödling und Perchtoldsdorf II in der 2. Klasse Ost-Mitte ordnete Thomas Fink, Trainer der Gäste, die Partie als kontrolliertes Arbeitsspiel ein. Aufgrund der kurzen Regenerationszeit setzte er bewusst auf einen defensiv zurückhaltenden Ansatz mit klaren Umschaltmomenten. „Da wir bereits übermorgen das nächste Spiel haben, haben wir eher zurückhaltend gespielt und auf Konter gelauert. Ist aufgegangen“, erklärte Fink. Diszipliniertes Verteidigen und effizientes Umschalten gaben den Ausschlag – ohne einzelne Akteure hervorzuheben.

Ball mit Fußballschuhen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Plan mit Blick aufs nächste Spiel

Fink wählte den pragmatischen Weg – wenige Risiken, klare Wege nach Ballgewinn. Seine Erklärung dafür fiel eindeutig aus: „Da wir bereits übermorgen das nächste Spiel haben, haben wir eher zurückhaltend gespielt und auf Konter gelauert. Ist aufgegangen.“ Die Grundidee stützte sich auf Stabilität vor der Pause und schnelles Umschalten in die Tiefe. Fink hielt fest: „Das Defensivverhalten der ersten Halbzeit war in Ordnung und das Umschaltspiel hat sehr gut funktioniert.“ Dass sein Team nicht permanent dominierte, störte ihn nicht – entscheidend war die Konsequenz in den Momenten, die sich boten. Gleichzeitig blieb er realistisch in der Einordnung der Kräfteverhältnisse: „Der Gegner war etwas stärker, vor allem bei den zweiten Bällen. Trotzdem haben wir die wenigen Konterchancen genutzt.“ Dieser nüchterne Befund unterstreicht, wie eng die Partie geführt wurde und wie sehr das Ergebnis von der Effizienz im Übergangsspiel abhing.

Ausgeglichene Partie, klare Linie

In seiner Gesamtschau beschrieb Fink die Begegnung als Duell auf Augenhöhe – sowohl im Eindruck des Spielverlaufs als auch in der Verteilung zentraler Kennzeichen wie Ballbesitz und Torchancen. Anstatt einzelne Szenen zu überhöhen, betonte er den kollektiven Ansatz. Auf die Frage nach herausragenden Akteuren antwortete er: „Nein, es hat keiner herausgestochen.“ Perchtoldsdorf II löste die Aufgabe über Kompaktheit, gemeinsames Arbeiten gegen den Ball und klare Abläufe nach Ballgewinnen. Dass Mödling in den Duellen um die zweiten Bälle leichte Vorteile hatte, war in Finks Augen Teil der Geschichte des Spiels, ohne die Marschroute zu verändern. So entstand ein Duell, in dem es weniger um anhaltende Spielkontrolle als um das Nutzen und Absichern von Momenten ging – ein Ansatz, der zum dichten Rhythmus mit einem weiteren Spiel übermorgen passte.

Schlüsselmomente prägen die Erzählung

Auch wenn das Duell lange offen blieb, setzten wenige, aber präzise genutzte Aktionen die markanten Punkte. Perchtoldsdorf II geriet in der 15. Minute durch Lazar Stevic 0:1 in Rückstand, doch Julian Reitbauer glich in der 21. Minute aus. Kurz vor der Pause stellte Konstantin Beck in der 43. Minute auf 2:1 – mit dieser Führung ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel blieb die Linie der Gäste klar, ehe Philipp Elger in der 72. Minute auf 3:1 erhöhte und damit die Effektivität des Plans bestätigte. Stevic verkürzte in der 75. Minute noch auf 3:2, doch Perchtoldsdorf II verteidigte den Vorsprung kontrolliert, blieb seiner Marschroute treu und brachte eine über weite Strecken ausgeglichene Begegnung mit dem entscheidenden Plus an Effizienz im Umschalten zu Ende. Am Ende stand ein 3:2, das Finks nüchterne Analyse stützt: wenig Glanz, viel Arbeit – und ein Plan, der aufging.

2. Klasse Ost-Mitte: FSV Fortuna Mödling : Perchtoldsdorf II - 2:3 (1:2)

  • 75
    Lazar Stevic 2:3
  • 72
    Philipp Elger 1:3
  • 43
    Konstantin Beck 1:2
  • 21
    Julian Reitbauer 1:1
  • 15
    Lazar Stevic 1:0