Beim Aufeinandertreffen von Perchtoldsdorf II und SC Achau in der 2. Klasse Ost-Mitte blickte Trainer Helmut Vogel auf einen Abend zurück, an dem seine Mannschaft trotz kurzer Regenerationszeit den Ton angab, Standards als Waffe nutzte und auch auf die taktische Umstellung des Gegners Antworten fand. Er sprach von Kontrolle über weite Strecken, lobte die geschlossene Teamleistung ohne Einzelne hervorzuheben und richtete den Blick bereits auf die nächste Aufgabe in einer intensiven englischen Woche.

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Vogel charakterisierte die Partie als weitgehend von seinem Team bestimmt: Achau habe über weite Strecken das Spiel unter Kontrolle gehabt, sehr gut gespielt und den Gegner konsequent bearbeitet. Zugleich verwies er auf die Ausgangslage mit kurzer Erholungsphase – dennoch sei man gut vorbereitet gewesen. Nach dem 2:0 räumte der Coach eine kurze Schwächephase ein: Für rund fünf bis zehn Minuten schlichen sich Unkonzentriertheiten ein, wodurch Perchtoldsdorf bis zur Pause gefährlicher wurde – umso willkommener der Pausenpfiff. Im zweiten Durchgang übernahm Achau wieder klar die Kontrolle.
Ruhende Bälle gaben früh den Takt vor: Das 1:0 in Minute 2 entsprang einer einstudierten Standardvariante, mit der Michael Petkovits die Weichen stellte. Fabian Stangl erhöhte in der 22. auf 2:0, ehe Perchtoldsdorf durch Konstantin Beck in der 28. zum 2:1 verkürzte. Nach der Pause schlug Petkovits erneut zu und stellte in der 53. auf 3:1, Parviz Tahery legte in der 58. das 4:1 nach. Spät betrieb Philipp Elger in der 87. Ergebniskosmetik zum 4:2 – „da waren wir fallweise schon in der Kabine“, wie Vogel schmunzelnd anmerkte. Auch die Anpassungen des Gegners spielten eine Rolle: Perchtoldsdorf stellte von einer Vierer- auf eine Dreierkette um, Achau fand die offenen Räume und bespielte sie konsequent – am Ende stand ein verdienter 4:2-Auswärtserfolg.
Deutlich fiel Vogels Urteil über die Spielleitung aus: Der Schiedsrichter habe sehr gut agiert, es gebe nichts anzukreiden – solche Leistungen wünsche man sich wöchentlich. Statt einzelne Spieler hervorzuheben, stellte er das Kollektiv über alles und sprach von einer geschlossenen Mannschaftsleistung. In der dicht getakteten Woche stehen Regeneration, Standards und ein leichtes Abschlusstraining im Fokus, ehe bereits die nächste schwierige Aufgabe wartet. Ziel sei es, kranke und verletzte Spieler schnellstmöglich zurückzubekommen, damit der Kader nicht weiter schrumpft.