In der 2. Klasse Ost-Mitte lieferten sich der ASV Hinterbrühl und der FSV Fortuna Mödling ein wildes Duell, das die Gäste mit 4:3 für sich entschieden. Nach 0:2 zur Pause drehte Hinterbrühl spät auf, glich in der Nachspielzeit aus – doch Ensar Kacamak versenkte in Minute 95 einen Freistoß zum Auswärtssieg. Trainer Denis Hamzic sprach von Kampfgeist, genutzten Chancen und einem am Ende verdienten Erfolg.

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Runde 14 brachte der Fortuna einen Start nach Maß. Bereits in Minute 32 traf Ensar Kacamak zur frühen Führung, der Ton war damit gesetzt. Mödling stand kompakt und ließ wenig zu, die Gastgeber suchten vergeblich nach klaren Abschlüssen. Kurz vor der Pause legten die Gäste nach: Kevin Grebitschitscher stellte in der 38. Minute auf 0:2, mit diesem Polster ging es auch in die Kabinen. Denis Hamzic ordnete die ersten 45 Minuten klar ein: 'Wir waren in der ersten Halbzeit klar überlegen. Defensiv sind wir sehr gut gestanden, offensiv konnten wir immer wieder Akzente setzen.' Genau so wirkte es auch auf den Platz: Fortuna hatte mehr vom Spiel und verwaltete das Geschehen ohne großes Risiko.
Nach dem Wechsel kippte das Bild zunächst. 'In der zweiten Halbzeit hat Hinterbrühl die ersten 15, 20 Minuten das Kommando übernommen. Wir wollten dann auf Konter spielen, leider ist das nicht so gut aufgegangen', sagte Hamzic. Daniel Buschka brachte die Hausherren in der 62. Minute mit dem 1:2 zurück, die Partie war wieder offen. Die Antwort der Gäste folgte aber prompt: Lazar Stevic stellte in Minute 71 auf 1:3 und schien die Kräfteverhältnisse wieder zurechtzurücken. Doch Hinterbrühl blieb am Drücker. Erneut Buschka verkürzte nach 80 Minuten auf 2:3, die Schlussphase wurde hektisch. In der Nachspielzeit fiel der Ausgleich zum 3:3 durch Gökhan Ekinci (91.). Hamzic sprach in diesem Zusammenhang: 'Von meiner Seite war das 3:3 ein klares Abseits.' Der Trainer betonte zugleich Fairness: 'Der Schiedsrichter hat gut gepfiffen, auf beiden Seiten waren Elfmeter berechtigt – vielleicht wurde uns einer zu wenig gegeben.'
Wer nun mit einer Punkteteilung rechnete, wurde eines Besseren belehrt. Fortuna gab nicht auf und setzte den entscheidenden Stich. 'Wir haben nicht aufgegeben und bewiesen, dass wir eine Mannschaft mit Kampfgeist sind', betonte Hamzic – und dann trat Ensar Kacamak noch einmal an. Der Offensivmann traf in Minute 95 per Freistoß zum Siegtreffer: 'Ein traumhafter Freistoß', schwärmte der Coach. Damit schnürte Kacamak den Doppelpack und fixierte das 3:4. Für Hamzic lag der Schlüssel ohnehin im Kollektiv: 'Der Moment war, dass wir als Mannschaft aufgetreten sind, jeder für jeden gekämpft hat und wir unsere Chancen genutzt haben.'
Trotz der drei Gegentore zog er ein zufriedenes Fazit: 'Wir haben verdient gewonnen.' Den Blick nach vorn vergaß er nicht: 'Drei Gegentore sind zu viel, wir werden weiter daran arbeiten, hinten noch besser zu stehen und vorn noch mehr zu treffen. Heute war die Fortuna auf unserer Seite.'