In der 2. Klasse Ost-Mitte trennten sich der SC Münchendorf und die 1. SVg Guntramsdorf mit 2:2. Nach einer frühen Führung der Gäste entwickelte sich ein offenes Spiel mit klaren Phasen für Guntramsdorf, aber auch zwei bitteren Gegentreffern nach Fehlern. Trainer Alexander Jank brachte es nach Schlusspfiff auf den Punkt: „Wir hatten viel Kontrolle und viele Chancen, aber am Ende müssen wir mit dem 2:2 leben.“

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Guntramsdorf kam wie versprochen mit Tempo. „Wir wollten das dritte Spiel von Anfang an dominieren – das ist uns auch gelungen“, sagte Alexander Jank. Schon in Minute zwei vergab Philip Sikora nach starkem Zuspiel von Jure Macan die erste Riesenchance, kurz darauf kam er im Strafraum erneut zum Abschluss, diesmal zu schwach. In der 9. Minute belohnte sich der Stürmer dann doch: Nach einer Flanke von Macan stand Sikora richtig und köpfte zum 0:1 ein. Aus Sicht des Trainers war die Richtung klar: „Da hat man gesehen, dass das Spiel nur in eine Richtung geht.“ Dann der Knacks: In der 18. Minute glich Münchendorf durch Kenan Husic aus – Jank sprach von einem missglückten Rückpass seines Verteidigers Michael Pegac, den die Hausherren eiskalt bestraften. Guntramsdorf brauchte danach „zehn Minuten, um das zu verdauen“, überstand aber noch einen Konter der Heimischen dank einer starken Parade des eigenen Keepers und hatte vor der Pause selbst zwei gute Sikora-Chancen, die Münchendorfs Goalie entschärfte. Zur Halbzeit stand es 1:1.
Aus der Pause kam Guntramsdorf mit dem Plan, „noch mehr Druck aufzubauen und den Sieg einzufahren“. Stattdessen erwischte es die Gäste erneut auf dem falschen Fuß: Nach einem leichten Ballverlust von Jakob Seidl zog Münchendorfs Raffael Anderl aus rund 17, 18 Metern ab und traf in Minute 61 zum 2:1. „Das war wieder unglücklich“, ärgerte sich Jank, der sogar von einem Foul im Vorfeld sprach. Seine Mannschaft schüttelte sich und kam zurück: Nach einem Corner war Felix Eitler in der 72. Minute zur Stelle und stellte auf 2:2. Danach spielten nur noch die Gäste nach vorne. Sikora zog einmal knapp über die Latte, die größte Möglichkeit hatte aber Bernhard Sticht in der 81. Minute: Nach Zuspiel von Fatih Demir tauchte er alleine im Sechzehner auf, schob den Ball jedoch hauchdünn am Pfosten vorbei. „Das wäre der Matchwinner gewesen“, meinte Jank. In der Nachspielzeit segelten noch ein paar Standards in den Münchendorfer Strafraum, ohne zählbaren Ertrag.
„Über das ganze Spiel war Münchendorf die unterlegene Mannschaft und hat auf Konter gesetzt“, ordnete Jank ein. „Sie haben viel lang gespielt und auf unsere Ballverluste gelauert. Dem konnten wir mit vielen Chancen entgegensetzen – leider haben wir sie nicht gemacht.“ Seine eigene Elf sah er in vielen Bereichen auf dem richtigen Weg: „Im Spielaufbau hatten wir die Oberhand, wir sind gut über die Seiten und auch durch die Mitte gekommen.“ Gleichzeitig blieb er selbstkritisch: „Die Chancenauswertung war heute das Manko.“ Zum 2:1 merkte er zwar ein mögliches Foul im Vorfeld an, betonte aber: „Der Schiedsrichter hatte keinen Einfluss, es gab keine strittigen Szenen.“ Mit dem Remis bleibt Münchendorf im Vorderfeld, Guntramsdorf hält als Sechster weiter Anschluss an die Spitzengruppe. Der Auftrag für die kommenden Wochen ist damit klar: „Wenn wir diese Leistung in die nächsten Runden mitnehmen und vor dem Tor kaltschnäuziger werden, fahren wir unsere Siege ein.“