In der 2. Klasse Ost-Mitte musste der SC Moosbrunn bei Perchtoldsdorf II eine 2:3-Niederlage hinnehmen – und das trotz langer Überzahl nach einer roten Karte der Hausherren kurz vor der Pause. Moosbrunn glich zweimal aus, doch ein Ballverlust vor dem 3:2 tat weh. Trainer Markus Horak lobte die Moral vor der Halbzeit, kritisierte aber die zweite Hälfte: „Mit einem Mann mehr haben wir viel zu viele lange Bälle gespielt und nicht das fortgesetzt, was vorher gut war.“

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Die Partie nahm sofort Fahrt auf. Bereits in Minute 3 brachte Julian Reitbauer Perchtoldsdorf mit 1:0 in Front. Moosbrunn schüttelte sich kurz und antwortete prompt: In der 9. Minute stellte Aaron Erhart auf 1:1. Danach wogte es hin und her. Konstantin Beck traf in der 27. Minute zum 2:1, doch die Gäste blieben dran – erneut Erhart machte in der 33. Minute das 2:2. Kurz vor dem Pausenpfiff folgte die aus Gästesicht bittere Phase: Zuerst netzte Matteo Nussbaum in der 42. Minute zum 3:2 ein, dann sah Perchtoldsdorfs Florian Martinz in Minute 44 Rot. „Wir sind sehr schnell in Rückstand geraten, haben aber Moral gezeigt und immer wieder ausgeglichen. Das 3:2 kam durch einen Fehler im Mittelfeld – das war der Knackpunkt“, fasste Markus Horak die turbulente erste Halbzeit zusammen.
Aus Trainersicht lag der Schlüssel in der Zentrale. „Wir haben im Mittelfeld keinen Zugriff bekommen. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, die Gegentore waren viel zu einfach“, ärgerte sich Horak. Gleichzeitig hob er die Reaktion seines Teams hervor: „Nach jedem Gegentor haben wir nicht aufgegeben und schnell den Ausgleich gemacht.“ Besonders gefiel ihm der 1:1-Treffer: „Das war schön herausgespielt – Vorlage von Philipp Preisinger, Abschluss von Aaron Erhart.“ Auch den zweiten Ausgleich ordnete er klar zu: „Nach einem Abstoß verlängert Daniel Petrle-Goldsteiner, Aaron Erhart läuft allein aufs Tor und macht das 2:2.“ Nach dem Platzverweis für den Gegner kippte das Bild aus seiner Sicht jedoch ungewollt: „Mit einem Mann mehr haben wir leider viel zu lange Bälle gespielt und nicht das weitergespielt, was in der ersten Hälfte gut funktioniert hat.“
Diskussionsstoff lieferte die Leitung auf dem Feld. Horak sagte dazu deutlich: „Die rote Karte war zurecht, aber dann hätte es ein bis zwei Handelfmeter für uns geben müssen. Nach der roten Karte wurde das Spiel nur in eine Richtung gepfiffen.“ Trotz allem stellte er seinem Team ein Zwischenzeugnis aus – auch mit Blick auf die Vorgeschichte: „Nach dem 9:1 im Derby letzte Woche hat die Mannschaft gezeigt, was sie kann. Mit der ersten Hälfte war ich sehr zufrieden.“ In der Tabelle liegt Perchtoldsdorf II nach Runde 16 bei 23 Punkten im gesicherten Mittelfeld, Moosbrunn bleibt mit drei Zählern am Tabellenende. Der Auftrag für die kommenden Wochen ist klar: an die mutige erste Hälfte anknüpfen, im Zentrum konsequenter werden und die Überzahl-Situationen besser ausspielen – dann sollen wieder Punkte her.