Spielberichte

Bernhard Krautz (Trainer Gumpoldskirchen): „Das 2:0 war der Knackpunkt“

SC Ebergassing
Gumpoldskirchen

Im Spiel der 2. Klasse Ost-Mitte behielt der 1. SVG Gumpoldskirchen beim 2:1-Auswärtssieg gegen den SC Ebergassing die Nerven. Nach einer intensiven, lange offenen Partie führten die Gäste nach der Pause schon 2:0, ehe Ebergassing kurz vor Schluss verkürzte und das Finish nochmals richtig heiß wurde. Für Gumpoldskirchen war es laut Trainer Bernhard Krautz ein verdienter Dreier: „Es war lang offen, hin und her. Wir wollten mehr Kontrolle, mehr Ballbesitz – unterm Strich ein verdienter Sieg.“

Fußball in Weiß-Rot auf Rasen

Foto von Torsten Dettlaff auf Pexels

Frühe Führung, später Doppelschlag und ein heißes Finish

Gumpoldskirchen erwischte den besseren Zeitpunkt für das erste Ausrufezeichen. In Minute 26 traf Alessandro Zelic zur 1:0-Führung, die bis zur Pause Bestand hatte. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft, die Gäste setzten aber den nächsten Stich: Wieder war es Zelic, der in der 56. Minute das 2:0 markierte und damit genau jenen Moment lieferte, den sein Trainer später als entscheidend bezeichnete. „Das 2:0 zu machen, das war der Knackpunkt“, sagte Bernhard Krautz. Ebergassing gab sich nicht geschlagen, kam in der 89. Minute durch Sebastian Schulak noch zum Anschlusstreffer und warf in den letzten Minuten alles nach vorne. „Dann wird’s hektisch – eine Mannschaft stürmt, eine verteidigt“, so Krautz. Seine Elf brachte das 2:1 aber über die Zeit.

„Gute Struktur, Zweikämpfe angenommen“ – Krautz’ Blick auf Leistung und 2:0

Inhaltlich sah der Gumpoldskirchen-Coach vieles von dem bestätigt, was er sich vorgenommen hatte. „Wir hatten versucht, mehr Kontrolle zu kriegen, mehr Ballbesitz zu haben“, erklärte Krautz und lobte die Basisarbeit seiner Mannschaft: „Gute Struktur, gut dagegengehalten, gegen den Ball gut gelaufen und einfach die Zweikämpfe angenommen.“ Besonders der zweite Treffer passte für ihn ins Bild. Auf Nachfrage schilderte er die Szene so: „Es war eigentlich ein geklärter langer Ball. Eins-gegen-eins, Stürmer gegen Innenverteidiger, der Ball geht Richtung Ecke, kommt wieder ins Feld, und unser Stürmer setzt nach.“ Dass Zelic beide Male zuschlug, war die Effizienz, die Krautz meinte, wenn er sagt: „Wir waren einfach zwingender im letzten Drittel.“

Ebergassing wuchtet über lange Bälle und Standards – Gumpoldskirchen hält dagegen

Warum die Schlussphase noch so brenzlig wurde, erklärte der Trainer mit den Stärken des Gegners. „Ebergassing ist eine physische Mannschaft, spielt sehr viele lange Bälle“, so Krautz. „Sie sind sehr gefährlich, produzieren viele Eckbälle und Standards – das ist ihr Sprungbrett.“ Seine Elf hatte sich im Vorfeld genau darauf eingestellt. „Das wussten wir und haben die Jungs darauf vorbereitet. Man kann nicht alles restlos verteidigen, aber sie haben das gut gemacht.“ Beim späten 1:2 roch es kurz nach einer Wende, doch Gumpoldskirchen blieb stabil genug, räumte vieles weg und durfte auch das nötige Quäntchen Glück beanspruchen. „Zum Schluss, bei 2:1, brauchst du auch Glück und musst die Bälle rausverteidigen – das haben sie gut gemacht“, bilanzierte Krautz.

Diskussionen um Elfer, klare Worte – und ein Ausblick mit Ballbesitzfokus

Ganz ohne Nebengeräusche kam das Spiel nicht aus. Krautz wollte das Thema zwar nicht groß machen, ließ aber durchblicken, dass er mit einer Szene haderte: „Ganz ehrlich, ich will über die Schiedsrichter nicht mehr reden. Wieder haben wir einen klaren Elfmeter nicht bekommen – aber das ist ein anderes Thema. Der Verband muss schauen, dass wir Schiedsrichter bekommen, die ein Spiel führen.“ Sportlich bleibt für ihn der Kern: „Wir wollten es mehr und waren zwingender im letzten Drittel. Wir haben versucht, unseren Fußball zu spielen, Räume zu bespielen und einen kontinuierlichen Spielaufbau hinzubekommen.“ 

2. Klasse Ost-Mitte: Ebergassing : Gumpoldskirchen - 1:2 (0:1)

  • 89
    Sebastian Schulak 1:2
  • 56
    Alessandro Zelic 0:2
  • 26
    Alessandro Zelic 0:1