Spielberichte

„Wir haben sicher nicht das geholt, was der Mannschaft entspricht“ – Horak zieht in Moosbrunn Bilanz

SC Moosbrunn

In der 2. Klasse Ost-Mitte ist für den SC Moosbrunn nach einer schwierigen Saison mit nur fünf Punkten und Platz zwölf einiges in Bewegung geraten. Markus Horak, der seine Tätigkeit nach dem letzten Saisonspiel beendet hat, spricht von einer Mannschaft, die deutlich mehr Qualität hat, als es die Tabelle zeigt. Vor allem die vielen personellen Wechsel und die engen Niederlagen bzw. die Ausfälle bei den Gegnern, die in Reichweite waren.

Linienrichter mit Fahne steht an der Seitenauslinie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Viele enge Spiele, zu wenig Ertrag

Fünf Punkte aus 22 Spielen, dazu seit Runde zehn durchgehend Rang zwölf – die Zahlen sind eindeutig, Horaks Einordnung fällt aber deutlich differenzierter aus. „Wir haben fünf Punkte gemacht. Sicher nicht das, was der Mannschaft entspricht“, sagte der scheidende Trainer im Rückblick. Für ihn passt das sportliche Ergebnis nicht zur Qualität im Kader. „Wir haben eine Top-Truppe, eine geile Mannschaft und hätten uns sicher mehr Punkte verdient.“ Als Hauptgrund nennt Horak die fehlende personelle Konstanz. Kein einziges Spiel sei mit derselben Elf bestritten worden, dazu kamen laut ihm mehrere enge Partien, die am Ende knapp verloren gingen. Auch der Blick auf die letzten Wochen mit den Remis gegen SVg Guntramsdorf und FC Laxenburg sowie den Niederlagen gegen Gumpoldskirchen, FSV Fortuna Mödling und ASV Hinterbrühl zeigt, wie schwer es für Moosbrunn war, in einen stabilen Rhythmus zu kommen.

Raab sprang ins Tor und wurde zum Sinnbild

Ein Thema zog sich laut Horak fast durch diese Phase: die improvisierte Lösung im Tor. „Unser Tormann ist Anfang der Rückrunde ausgefallen“, erzählte er. Danach sprang Tobias Raab ein, obwohl er eigentlich Feldspieler ist, und wurde für den Trainer zu einem der großen Lichtblicke dieser Monate. „Dann hat sich Tobias Raab ins Tor gestellt. Er hat das super gemacht. Dafür, dass er kein Tormann ist, war das wirklich top.“ Gerade in einer Mannschaft, die ohnehin ständig umbauen musste, war diese Bereitschaft ein wichtiger Faktor. Dass Horak Raab mehrfach ausdrücklich hervorhebt, zeigt auch, wie viel intern aufgefangen werden musste. Beim etatmäßigen Tormann gibt es zumindest wieder positive Signale: Er habe zuletzt schon immer wieder trainiert, sagte Horak, und sollte wieder fit werden.

Abschied des Trainers, neuer Mann übernimmt

Für Horak selbst ist das Kapitel in Moosbrunn inzwischen beendet. Nach dem letzten Saisonspiel gegen FC Laxenburg legte er seine Tätigkeit nieder, zu weiteren Personalfragen rund um mögliche Abgänge oder Zugänge wollte er sich deshalb nicht mehr äußern. Einen Nachfolger gibt es aber bereits. Abseits der sportlichen Themen steht im Verein im kommenden Jahr außerdem das 120-jährige Bestehen an. Horak blickt trotz des enttäuschenden Tabellenbilds nicht nur negativ zurück, sondern nennt auch klare Gewinner der vergangenen Monate. „Tobias Raab war wirklich top“, sagte er und stellte Aaron Erhart gleich daneben. „Acht Spiele, acht Tore, da brauche ich nicht mehr viel dazu sagen.“ Auch sein Blick auf die Liga fiel eindeutig aus: SC Achau sei für ihn der klare Titelfavorit gewesen und habe sich am Ende verdient mit dem Meistertitel belohnt. Für Moosbrunn beginnt nach einer unruhigen Phase damit nun der nächste Abschnitt.