In der 2. Klasse Ost-Mitte hat sich SC Brunn/Geb. II mit einem 5:3 gegen den ASV Hinterbrühl aus der Saison und zugleich aus dem Ligabetrieb verabschiedet. Trainer Armin Gutsch sprach nach einer „Hitzeschlacht“ von einer Mannschaft, die ihre Aufgabe „extrem gut angenommen“ habe. Der Heimsieg war damit nicht nur der Abschluss eines torreichen Nachmittags, sondern auch der passende Schlusspunkt unter eine Saison, die Brunn/Geb. II als Vizemeister beendet hat.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Schon die ersten Minuten zeigten, dass es trotz der hohen Temperaturen kein ruhiger Saisonabschluss werden würde. Brunn/Geb. II ging in der 5. Minute durch Zente Fönyedi in Führung und legte nur zehn Minuten später nach, als Mika Solly auf 2:0 stellte. Lange konnte sich die Heimelf auf diesem Vorsprung aber nicht ausruhen, weil Moritz Lehrner praktisch postwendend den Anschluss für Hinterbrühl erzielte. Nach dem 3:1 durch David Zach in der 25. Minute hatte Brunn/Geb. II wieder ein kleines Polster, doch entschieden war die Partie noch nicht. Erik Riegler verkürzte vor der Pause auf 3:2, und so blieb nach einem ersten Durchgang mit fünf Toren alles offen. Für Gutsch passte diese Entwicklung auch zu den Bedingungen: „Es war eine Hitzeschlacht, was die Anstrengung für beide Seiten betrifft.“
Dass sein Team dieses letzte Spiel gewinnen würde, machte Brunn/Geb. II dann nach dem Seitenwechsel klarer. In der 58. Minute erhöhte Nils Heissenberger auf 4:2, in der 67. Minute traf Mika Solly mit seinem zweiten Tor des Tages zum 5:2. Der späte Treffer von Okan Celik zum 5:3 änderte am Ausgang nichts mehr, gab dem Endstand aber seine endgültige Form. Auffällig war danach vor allem, worauf Gutsch den Blick lenkte. Einen einzelnen Schlüsselmoment wollte er gar nicht herausheben. Stattdessen sprach der Trainer davon, „die gesamten 90 Minuten“ genießen zu wollen. „Dadurch, dass wir nächstes Jahr nicht mehr dabei sind, war es einfach wichtig, dass wir diese 90 Minuten noch einmal genießen und die Spieler auf den Platz bringen, die die letzten sieben Jahre mitbestritten haben.“
Besonders deutlich wurde das in den Aussagen des Trainers zur Vorgeschichte dieses Spiels. „Wir haben unter der Woche die Mitteilung bekommen, dass es nächstes Jahr für uns nicht mehr weitergeht seitens des Vereins“, erzählte Gutsch. Gerade deshalb sei es „brutal wichtig“ gewesen, die Sache ernst zu nehmen, noch einmal gemeinsam aufzutreten und dabei auch den Spaß am Fußball nicht zu verlieren. Genau das habe seine Mannschaft umgesetzt. Gleichzeitig fand Gutsch auch anerkennende Worte für den Gegner. Hinterbrühl sei „sehr ambitioniert“ gewesen, habe ebenfalls mit den Bedingungen kämpfen müssen und sei „eine Mannschaft, die auch Fußball spielen wollte“. Weil es laut Trainer zudem „überhaupt nicht“ Diskussionen um den Schiedsrichter gab, blieb der Fokus ganz auf dem Sport und auf dem gemeinsamen Abschied.
Am Ende stand damit nicht nur ein 5:3-Heimsieg, sondern auch ein Schlussakkord, den Gutsch ausdrücklich würdigte. Er dankte seiner Mannschaft für ein „überragendes Jahr“ und hob hervor, was diese Gruppe erreicht hat. „Eine Freundesgruppe, die Spaß am Fußballspielen hat, wird Vizemeister. Echt überragend.“, sagte der Trainer. Dass der Weg dieser Mannschaft nun endet, „tut natürlich auch sehr weh“, machte er ebenso klar. "Die Jungs haben alle überragend performt und sind charakterlich überragend. Die werden alle keine Probleme haben, einen Verein zu finden", appelliert Gutsch an die unmittelbaren Ligakonkurrenten, sich nun in Brunn/Geb. II zu bedienen. Wie es für den Trainer selbst weitergeht, ließ er offen. "Jetzt einmal eine Pause, aber ich bin für alles offen, mal schauen, was die Zukunft bringt.", so der Trainer der Jungbrunner. Umso wichtiger war ihm der Rahmen dieses letzten Auftritts. Mit dem zweiten Platz, dem torreichen Sieg gegen Hinterbrühl und dem Zusammenhalt der vergangenen Monate könne Brunn/Geb. II, so Gutsch, „mit erhobenem Haupt“ aus der Liga austreten.