Am letzten Spieltag der 2. Klasse Ost-Mitte ließ der SC Achau dem SC Ebergassing beim 11:0 (4:0) keine Chance und machte damit den Titel fix. Trainer Helmut Vogel sprach von einem Auftritt mit klarer Ansage: „Wir haben von der ersten Minute an Gas gegeben, die Mannschaft war hungrig nach Toren.“ Auch die Stimmung passte zum großen Abend: „Das Stadion bebt, alle sind hochzufrieden.“ Ein Schützenfest als Meisterstück – mehr Abschluss einer Saison geht nicht.

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Der Spielverlauf erzählte schnell, wohin die Reise ging: Bereits in der 3. Minute stellte Michael Petkovits auf 1:0, knapp vor der Halbstundenmarke legte er zum 2:0 nach. In dieser Phase blieb Achau am Drücker, Chinagorom Orji erhöhte in der 32. Minute auf 3:0 und schnürte mit dem 4:0 kurz vor der Pause (44.) seinen Doppelpack – Halbzeitstand 4:0. Nach dem Wechsel legte das Heimteam weiter zu: Florian Sostek traf zum 5:0 (52.), Petkovits setzte das 6:0 drauf (54.), ehe Mauritz Abfalter auf 7:0 stellte (60.). Auch in der Schlussviertelstunde ließ Achau nicht locker: Petkovits mit seinem vierten Treffer zum 8:0 (75.), Orji mit dem 9:0 (77.), Abfalter zum 10:0 (79.) und in der Nachspielzeit setzte Stefan Wagner den Deckel zum 11:0 (90.+3). „Wir wollten unbedingt – und wir haben uns belohnt“, ordnete Vogel den klaren Abend ein.
Helmut Vogel hob weniger einzelne Szenen hervor als die Grundhaltung seiner Elf. „Wir haben Montag, Dienstag, Donnerstag darauf hingearbeitet. Die Mannschaft war hungrig nach Toren, das haben wir heute bravourös auf den Platz gebracht“, sagte der Coach. Auf mögliche Schwachstellen wollte er sich an so einem Abend gar nicht festlegen: „Ich möchte jetzt nicht über Luft nach oben reden. Heute sind wir als Mannschaft aufgetreten, jeder hat alles gegeben.“ Beim Blick auf den Unterschied zwischen den Teams blieb der Trainer klar: „In erster Linie lag es an unserer Qualität. Und wir wollten den Sieg einfach unbedingt – einen schönen Abschied aus der Saison.“ Auch die Konstellation außerhalb des eigenen Platzes nahm er wahr: „Natürlich hatten wir auch Glück mit den Ergebnissen – Münchendorf hat gegen Mitterndorf gewonnen“, so Vogel. Entscheidend aber war, dass seine Mannschaft vom Anpfiff weg Zugriff hatte und den Plan konsequent durchzog.
So deutlich das Resultat ausfiel, Vogel fand respektvolle Worte für den Gegner. „Ebergassing hatte viele Ausfälle und ist dezimiert angetreten. Sie haben brav gekämpft und alles getan, um uns Paroli zu bieten“, erklärte der Achau-Trainer. Phasenweise habe Ebergassing mit weiten, hohen Bällen auch Druck erzeugt – am Ende setzte sich aber die größere Zielstrebigkeit der Hausherren durch. Auch die Leitung des Spiels blieb Thema, wenn auch nur positiv: „Der Schiedsrichter hat wie in den letzten Wochen eine Top-Performance hingelegt. Es gab nicht viel Strittiges, er hat sehr gute Arbeit geleistet.“ Zwischen torhungrigem Gastgeber, tapferem Gegner und souveränem Unparteiischen entwickelte sich so ein Abend, an dem die Rollen klar verteilt waren, ohne dass der Respekt auf der Strecke blieb.
Mit dem 11:0 machte Achau die Sache in der Tabelle endgültig rund: 51 Punkte nach 22 Runden, vor Brunn/Gebirge II und Mitterndorf – die Meisterfeier konnte starten. „Das Stadion bebt, der Meistertitel ist in Achau“, sagte Vogel hörbar erleichtert, und schob mit einem Lächeln nach: „Vielleicht der erste seit 80 Jahren.“ Ob geschichtliche Einordnung oder reine Freude – der Kern bleibt: Dieser Samstag gehört Achau. „Wir wollten einen schönen Abschied aus der Saison, und den haben wir definitiv geschafft“, so der Trainer. Nach einem Auftritt, der vom ersten Pfiff an zielstrebig wirkte und in einem Torfeuerwerk gipfelte, darf gefeiert werden. Die Pause wird kurz sein – aber heute zählt nur das Hier und Jetzt.