Spielberichte

„Wir haben die Überzahl nicht gut ausgespielt“ – Horak verabschiedet sich mit 4:4

SC Moosbrunn
FC Laxenburg

In der 2. Klasse Ost-Mitte lieferten sich der SC Moosbrunn und der FC Laxenburg bei großer Hitze ein 4:4 mit allem Drum und Dran. Für Markus Horak war es das letzte Spiel als Moosbrunn-Trainer – und ein emotionales dazu. Nach einem wilden Auftakt mit fünf Treffern in 20 Minuten und einer Roten Karte für Laxenburg reichte die Überzahl nicht zum Sieg. „Es war sehr emotional, und wir haben die Überzahl nicht gut genug ausgespielt“, sagte Horak, der sich zudem über zwei aus seiner Sicht klare Abseitsstellungen ärgerte.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Treffer, Ausgleich im Eiltempo und ein wilder Schlagabtausch

Moosbrunn erwischte den Traumstart: Schon nach drei Minuten stellte Philipp Preisinger auf 1:0. Laxenburg antwortete jedoch prompt, Mehmet Kamali glich in Minute 10 aus. Die Gastgeber legten im Gegenzug wieder vor – Aaron Erhart traf zum 2:1 (11.) –, doch Olaiya Ezekiel stellte nur wenig später auf 2:2 (14.). Moosbrunn blieb dran und ging durch den zweiten Treffer von Erhart erneut in Führung (20.). In der 30. Minute folgte der nächste Aufreger: Rot für Laxenburgs Lukas Krippner. Trotz Überzahl kassierte Moosbrunn noch vor der Pause den 3:3-Ausgleich durch Leopold Rauch-Höphffner (39.). Nach dem Seitenwechsel drehte Kamali mit seinem zweiten Tor auf 3:4 (58.), ehe Adam Polaneczky nach 66 Minuten das 4:4 besorgte – laut Horak „ein super gemachter Seitfallzieher“. „In der 91. hatten wir noch die Chance auf den Sieg“, ärgerte sich der Coach über die verpasste Krönung.

Horak hadert mit Abseits und bemängelt das Überzahl-Spiel

In seiner Analyse nahm Markus Horak kein Blatt vor den Mund. „Das 1:1 und das 2:2 waren klares Abseits, ich sag fünf Meter“, haderte der Moosbrunn-Trainer mit zwei Gegentreffern. Gleichzeitig stellte er Laxenburg ein faires Zeugnis aus: „Der Gegner war sehr fair.“ Entscheidend war für ihn aber das eigene Spiel mit einem Mann mehr: „Wir haben die Überzahl nicht gut genug ausgespielt. Da hätten wir klüger und reifer sein müssen.“ Lob gab es für den eigenen Schlussmann: „Tobias Raab hat einen super Tag gehabt. Der hat alles gehalten, was auf ihn zugekommen ist.“ Dass die Partie in der Hitze Körner kostete, merkte Horak seiner Mannschaft an: „Man hat gesehen, dass es das letzte Spiel war. Vor allem die älteren Spieler waren körperlich ziemlich k. o.“

Emotionaler Abschied und ein klarer Auftrag für die Zukunft

Für Horak war das Remis ein Abschiedsspiel mit viel Gefühl. „Es war mein letztes Spiel als Trainer in Moosbrunn, sehr emotional von Beginn weg“, erzählte er. Drei Jahre stand er an der Linie, nun sagt er Danke: „Ich möchte mich beim Verein und bei den Spielern bedanken. Die Burschen haben sich enorm weiterentwickelt.“ Sportlich blieb die Saison hart, Moosbrunn schloss sie – wie Horak einräumt – „leider ganz hinten“ ab. Der Blick geht dennoch nach vorne: „Die Stimmung in der Mannschaft ist top. Es dürfte weniger Abgänge geben, und es kommen Neuzugänge.“ Auch der Staffelstab ist übergeben: „Bernhard Böhm ist offiziell der neue Trainer. Ich wünsche ihm alles Gute. Die Truppe hat viel mehr Potenzial – nächstes Jahr werden sie nicht mehr ganz hinten stehen.“

2. Klasse Ost-Mitte: Moosbrunn : Laxenburg - 4:4 (0:0)

  • 66
    Adam Polaneczky 4:4
  • 58
    Mehmet Kamali 3:4
  • 39
    Leopold Rauch-Höphffner 3:3
  • 20
    Aaron Erhart 3:2
  • 14
    Olaiya Ezekiel 2:2
  • 11
    Aaron Erhart 2:1
  • 10
    Mehmet Kamali 1:1
  • 3
    Philipp Preisinger 1:0