In der 2. Klasse Ost-Mitte hat sich ASV Hinterbrühl mit einem 4:1-Heimsieg gegen SC Münchendorf belohnt. Trainer Clemens Maurer sah seine Mannschaft über weite Strecken spielbestimmend, auch wenn die Partie lange nicht endgültig entschieden war. Ausschlaggebend war aus seiner Sicht, dass seine Elf diesmal die Tore machte, die in den vergangenen Wochen noch gefehlt hatten.

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Hinterbrühl war von Beginn an die aktivere Mannschaft und holte sich früh jenen Vorsprung, der dem Spiel zunächst eine klare Richtung gab. Bereits in der 12. Minute brachte Maximilian Scheuchel die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und genau dieses Tor war für Maurer ein ganz wichtiger Punkt im Spiel. „Auf jeden Fall war die 1:0-Führung wichtig“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Er sprach von einer schönen Einzelaktion und hob hervor, dass seine Mannschaft von Beginn an das Gefühl vermittelt habe, das Spiel in die eigene Richtung ziehen zu wollen. Gleichzeitig machte Maurer aber auch klar, dass das 1:0 noch keine Entscheidung war. Obwohl Hinterbrühl mehr Ballbesitz hatte, blieb die Partie lange offen. Mit dem knappen Vorsprung ging es in die Pause, und den Gastgebern war bewusst, dass nach dem Seitenwechsel noch einmal viel Arbeit bevorstehen würde.
Nach dem Wechsel gelang es Hinterbrühl zunächst, den eigenen Plan weiter durchzuziehen. Okan Celik erhöhte in der 58. Minute auf 2:0 nach einer schönen Doppelpassaktion, und damit hatte sich die Mannschaft jene bessere Ausgangslage geschaffen, die Maurer schon in seiner Analyse angesprochen hatte. Der Trainer meinte, mit dem zweiten Tor sei etwas mehr Ruhe ins Spiel gekommen. Hinterbrühl erhöhte dann sogar auf 3:0 durch Benedict Hieke. Ganz erledigt war die Partie dadurch aber noch nicht. Als Raffael Anderl in der 74. Minute durch einen Strafstoß für Münchendorf auf 3:1 verkürzte, bekam die Partie noch einmal einen anderen Zug. Maurer schilderte genau diese Phase als jene zehn bis fünfzehn Minuten, in denen seine Mannschaft unter Druck geraten sei und der Gegner mehr gemacht habe. Den Schlusspunkt setzte schließlich Nihat Sahan in der Nachspielzeit mit dem 4:1, womit der Heimsieg endgültig abgesichert war.
Maurer führte den Erfolg nicht nur auf die vier Treffer zurück, sondern vor allem auf Dinge, die seiner Mannschaft zuletzt schon angemerkt worden seien. „Wir hatten mehr Ballbesitz, aber es war trotzdem lange eine offene Partie“, sagte er. Gerade deshalb sei es wichtig gewesen, in den entscheidenden Momenten zur Stelle zu sein. „Wir haben die Tore geschossen, die wir in den letzten Spielen nicht gemacht haben. Das war sicher entscheidend.“ Dazu kam aus seiner Sicht, dass Hinterbrühl als Team geschlossen auftrat. „Die Kompaktheit und auch der Teamzusammenhalt waren entscheidend. Das war sehr positiv“, erklärte Maurer. Über den Gegner sprach er respektvoll. Münchendorf sei „eine sehr kompakte, kampfstarke Mannschaft“, die auch gute Fußballer in ihren Reihen habe. Dass die Gäste nur phasenweise wirklich Zugriff bekamen, wertete der Hinterbrühler Trainer als Folge einer disziplinierten Leistung seiner Elf. Man habe es geschafft, Münchendorf zu neutralisieren und „zu den richtigen Zeitpunkten dann die Tore gemacht“.
Trotz des klaren Ergebnisses beließ es Maurer nicht beim reinen Lob. Er sprach auch an, woran seine Mannschaft weiter arbeiten müsse, damit aus diesem Erfolg mehr wird als nur ein guter Abend. „Wir wollen diese Abschlussstärke beibehalten“, sagte er und verwies damit auf den Punkt, der ihn in den vergangenen Wochen beschäftigt hatte. Ebenso wichtig sei, nach einer Führung noch mehr Ruhe in das eigene Spiel zu bringen. Verbesserungsmöglichkeiten sehe er sowohl offensiv als auch defensiv, auch wenn der Auftritt insgesamt in die richtige Richtung gehe. Genau daran will Hinterbrühl nun anknüpfen. „Wir müssen dort fortsetzen, wo wir jetzt aufgehört haben“, sagte Maurer. Spielerisch seien auch die vergangenen Partien schon ordentlich gewesen, nur die Belohnung habe gefehlt. Diesmal war sie da. Und genau deshalb fällt dieses 4:1 für Hinterbrühl mehr ins Gewicht als ein bloßes Ergebnis auf dem Papier.