In der 2. Klasse Ost-Mitte hat sich ASV Hinterbrühl am Samstag mit 2:0 gegen Perchtoldsdorf II durchgesetzt. Trainer Clemens Maurer sah seine Mannschaft über weite Strecken als das aktivere Team, ärgerte sich aber darüber, dass der Sieg lange offen blieb. „Wir haben viele Torchancen und machen zu wenig Tore“, sagte er nach einer Partie, die erst tief in der Nachspielzeit endgültig entschieden war.

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Hinterbrühl war nach Maurers Eindruck von Beginn an gut in der Partie und hatte speziell in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel. „Wir waren in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft“, sagte der Trainer und machte deutlich, dass er mit dem Auftritt seiner Elf in dieser Phase sehr zufrieden war. In der 34. Minute brachte Okan Celik die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Für Maurer war das ein wichtiger Treffer, weil sich die Partie mit einer Führung im Rücken leichter spielen ließ. Gleichzeitig blieb bei ihm schon vor der Pause das Gefühl, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre, denn weitere Chancen auf ein zweites Tor waren vorhanden.
Gerade das störte Maurer nach dem Schlusspfiff, weil aus der Überlegenheit zunächst keine beruhigende Führung wurde. „Dadurch sind wir mit 1:0 in die Halbzeit gegangen und haben die Partie sehr offen gelassen“, meinte er. Schon rund um die halbe Stunde hatte er das Gefühl, dass seine Mannschaft das Spiel eigentlich schon auf ihre Seite ziehen könnte. Stattdessen blieb es auch nach dem Seitenwechsel eng, obwohl Hinterbrühl laut Maurer weitere Möglichkeiten vorfand. „Über das ganze Spiel gesehen waren wir die bessere Mannschaft, haben allerdings zu viele Chancen liegen gelassen“, sagte der Trainer. Erst in der Nachspielzeit fiel die endgültige Entscheidung, als Fabio Zaunstöck per Freistoß zum 2:0 traf und damit den Sack zumachte.
Dass es am Ende trotzdem ein verdienter Heimsieg wurde, führte Maurer vor allem auf die Grundtugenden seiner Mannschaft zurück. „Unsere größte Stärke lag heute im Zweikampfverhalten, in der Laufbereitschaft und in der Mentalität“, sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft bis zum Ende nach vorne spielte und sich auch von liegen gelassenen Chancen nicht aus dem Rhythmus bringen ließ. Gerade nach einigen verlorenen Partien war das für den Trainer ein wichtiger Punkt. „Es war für uns sehr wichtig, wieder einmal ein Tor zu schießen, auch zu Hause“, erklärte Maurer. Die Führung durch Celik gab der Mannschaft Sicherheit, auch wenn sie sich damit noch nicht entscheidend absetzen konnte.
Trotz des 2:0 machte der Hinterbrühl-Trainer nach dem Spiel ebenso klar, wo er noch Verbesserungspotenzial sieht. Vor allem in Drucksituationen wünscht er sich mehr Ruhe am Ball. „Da müssen wir einfach ballsicherer werden, ruhiger spielen, das Spiel mehr verlagern und den Ballbesitz besser ausspielen“, sagte Maurer. Dazu kam für ihn ein Thema, das sich über die gesamten 90 Minuten zog: die Abschlüsse. „Wir haben zu viele Chancen und machen zu wenig Tore“, meinte er noch einmal deutlich. Dass die Partie gegen eine junge, laufstarke und spritzige Perchtoldsdorfer Mannschaft bis in die Schlussphase offen blieb, passte genau zu dieser Einschätzung. Für Hinterbrühl steht unter dem Strich trotzdem ein Sieg, der nach dem Spielverlauf verdient war und der vor allem wegen der langen Geduld Gewicht hat.