In der 2. Klasse Ost-Mitte setzte sich der SC Siebenhirten/Wien am Sonntag gegen den FC Laxenburg letztlich mit 2:0 durch, weil die Gastgeber ihre Standards nützten und die Gäste vorne zu wenig daraus machten. Laxenburg-Trainer Christian Gruber sah eine über weite Strecken enge Partie, brachte den Unterschied aber knapp auf den Punkt: „Zwei Tore bekommen, null Tore gemacht, heißt verloren.“

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Viel sprach laut Gruber zunächst nicht für eine klare Angelegenheit. „Beide Mannschaften waren gut in der Partie“, sagte der Laxenburg-Trainer und beschrieb damit einen Beginn, in dem seine Mannschaft das Spiel nicht früh aus der Hand gab. Der erste Rückschlag kam dann nach 21 Minuten, als Bahjat Abdi Siebenhirten in Führung brachte. Für Gruber war vor allem die Art des Gegentors bitter: „Das erste Tor durch einen abgefälschten Freistoß war gleich schwierig zu verdauen.“ So nahmen die Gastgeber den 1:0-Vorsprung mit in die Pause, obwohl der Coach die Begegnung weiterhin als phasenweise recht ausgeglichen einstufte.
Gerade deshalb störte Gruber weniger, dass seine Mannschaft überhaupt in Rückstand geraten war, sondern vielmehr, dass sie offensiv zu wenig nachlegen konnte. „Die letzte Konsequenz Richtung gegnerisches Tor war einfach zu schlampig“, sagte er nach der Partie. Vor allem im letzten Drittel habe Laxenburg nicht sauber genug gespielt. „Der letzte Pass hat nicht immer gestimmt“, erklärte Gruber, und aus dieser Einschätzung leitete er direkt das Hauptproblem ab: Wenn die letzte Aktion nicht passe, könne man sich auch nicht jene Chancen erarbeiten, mit denen man ein enges Spiel dreht. Genau das habe seiner Elf am Sonntag gefehlt.
Auf der anderen Seite sah der Trainer bei Siebenhirten keine drückende Überlegenheit, aber doch kleine Vorteile in den entscheidenden Szenen. „Der Auftritt insgesamt war vielleicht um einen Hauch besser, ein bisschen präsenter daheim im Heimspiel“, meinte Gruber. Dieser kleine Vorteil reichte diesmal aus, weil die Gastgeber auch den zweiten Standard nutzten. In der Schlussphase nannte Gruber das zweite Tor von Siebenhirten als jene Szene, in der die Partie endgültig wegrutschte. In der 85. Minute erhöhte Fabien Damböck auf 2:0, nachdem er frei zum Kopfball gekommen war. Damit war die Entscheidung gefallen. Für Laxenburg bleibt nach diesem Nachmittag eine klare Erkenntnis: Hinten fielen zwei Gegentore nach Standards, vorne fehlte die Durchschlagskraft. Vor den nächsten Aufgaben wird die Mannschaft genau dort ansetzen müssen, wenn aus ordentlichen Phasen auch Zählbares werden soll.