Spielberichte

„Wir sind in einen richtigen Lauf gekommen“ – Stefan Owesny hält FK Quick Logistics Hainburg im Titelrennen

FK Hainburg

In der 2. Klasse Ost hat sich Stefan Owesny mit seinem Team von FK Hainburg zur Saisonhälfte eine starke Ausgangsposition erarbeitet. Nach Siegen gegen ATSV Fischamend, SV Prellenkirchen, SC Lanzendorf und ASK Schwadorf sowie einem 1:1-Remis gegen ASV Petronell liegt die Mannschaft punktgleich mit Rang zwei und nur zwei Zähler hinter dem Spitzenreiter. Owesny beschreibt die Entwicklung als kontinuierlichen Prozess, getragen von Teamgeist und lokaler Verwurzelung. Die Stimmung im Verein ist ausgezeichnet – Spieler und Betreuer ziehen an einem Strang, um den Druck auf die Tabellenführung hochzuhalten.

Blick durch das Tornetz auf den Torwart

Image by PlaygroundDraws from Pixabay

Starker Saisonstart und stabile Entwicklung

„Wir sind sehr gut in die Saison gestartet und haben sogar mehr Punkte geholt, als wir erwartet hatten“, resümierte Owesny im Gespräch. Nach der bislang einzigen Niederlage gegen SC Hof/L. zeigte seine junge Mannschaft keine Spur von Nervosität. Die Spieler haben sich klar weiterentwickelt und trotz Rückschlägen nichts an Selbstvertrauen eingebüßt.

In der Tabelle spiegelt sich diese Stabilität wider: Hainburg pendelte sich nach einem kurzen Zwischentief solide in den Top drei ein und hält weiter Kontakt zur Spitze. Die Mischung aus jungen Spielern und erfahrenen Kräften zahlt sich aus.

Kaderveränderungen und Verletzungssituation

Im Winter hatte der Verein allerdings einen herben Verlust zu verkraften. „Mit Teodor Gaspar haben wir einen sehr wichtigen Spieler und einen unserer Top-drei-Scorer verloren“, so Owesny. Um diesen Abgang zu kompensieren, setzt Hainburg auf interne Lösungen bzw. holt mit Sebastian Sip und Christoph Hiermann zwei Offensivkräfte dazu.

Auch auf der Trainerbank gab es Veränderungen: Einer der bisherige Co-Trainer Gerald Gross musste aus privaten und beruflichen Gründen aufhören, weshalb das Trainerteam etwas kleiner aufgestellt ist. Positiv stimmt den Coach die Rückkehr mehrerer verletzter Akteure: Philip Satzl, Ingo Vogl und Yll Ljama arbeiten sich nach längeren Pausen zurück in den Kader. „Man muss geduldig sein, aber es schaut ganz gut aus, dass der ein oder andere im Laufe des Frühjahrs wieder dazu stoßen könnte“, erklärte Owesny optimistisch.

Teamgeist und Ausblick auf das Titelrennen

Die gute Stimmung innerhalb der Mannschaft sieht der Trainer als entscheidenden Erfolgsfaktor. „Wir sind eine eingeschworene Truppe, die sich sehr gut versteht“, betonte er. Routiniers und junge Eigengewächse ziehen vorbildlich mit. Ein Schlüsselspieler ist Angreifer Andras Kalina, der im Sommer dazugekommen ist und die Torschützenliste anführt. „Er passt hervorragend in unsere Spielidee und ist eine echte Verstärkung“, lobte Owesny.

Hinsichtlich der Konkurrenz zeigt sich der Hainburger Trainer realistisch: SC Hof/L. und der Spitzenreiter ATSV Fischamend gelten als klare Favoriten im Titelrennen. Dennoch will Hainburg den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen. „Für uns ist wichtig, dass wir unseren Weg mit einheimischen, jungen Spielern weitergehen und uns sportlich wie menschlich weiterentwickeln“, sagte Owesny. Seine Mannschaft hat in den letzten Spielen bewiesen, dass sie auch unter Druck bestehen kann – fünf Partien ohne Niederlage und der Anschluss an die Tabellenspitze sprechen für einen stabilen Kurs.

Das Ziel bleibt, an die Leistungen des Herbsts anzuknüpfen und sich im Spitzenfeld festzusetzen. Der Druck, betont Owesny, liege „sicherlich bei den anderen beiden Teams, wenn sie schwächeln wollen wir aber da sein. Beide Vereine haben im Winter den Kader verstärkt und sich für den Titelkampf gerüstet, uns ist es gelungen, den Kader mit zwei Rückkehrer (Hiermann & Paar) und einen interessanten Transfer (Sebastian Sip) weiterhin zu verjüngen. Es wird ein spannendes Frühjahr werden“.