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SC Lanzendorf-Coach Peter Reinsperger: "Ich hätte mir einen anderen Schiedsrichter gewünscht" – 1:2 trotz starker Schlussphase

SC Lanzendorf
SC Hof/L.

Im Anschluss an das Duell mit dem SC Hof am Leithaberge standen beim SC Lanzendorf weniger Zahlen als Eindrücke im Vordergrund. Trainer Peter Reinsperger fand klare Worte zur Spielleitung und zeichnete zugleich das Bild eines intensiven, schnellen Spiels, in dem sein Team viel investierte, früh presste und auch die Stange traf. In der 2. Klasse Ost mischten sich Ärger und Zuversicht: Während Reinsperger zwei Entscheidungen als spielprägend kritisierte, lobte er Kollektiv, Umsetzung und Mut in der Schlussphase. Am Ende stand ein 1:2, sein Fazit blieb jedoch kämpferisch – vom Start bis zur Umstellung in der Endphase.

Fußballspieler holt zum Schuss aus

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Schiedsrichter im Zentrum der Debatte

Reinspergers erster Impuls nach dem Abpfiff war deutlich: "Ich hätte mir einen anderen Schiedsrichter gewünscht. Sagen wir so." Besonders zwei Szenen rückte er in den Fokus: "Beide Tore – Tor Nummer eins (Torschütze: Raphael Nowak) und Tor Nummer zwei (Torschütze: Marcel Urbanich) – waren jeweils ein Foulspiel an demselben Verteidiger, lustigerweise. Es war beides Foulspiel."

Die Kritik zielte damit nicht auf Nuancen, sondern auf Entscheidungen, die aus seiner Sicht direkten Einfluss auf den Spielverlauf nahmen.

Phasen, Druck und Turbulenzen im Strafraum

Beim Blick auf den Verlauf skizzierte der Trainer wechselnde Kräfteverhältnisse. "Die ersten 10 Minuten gehen sicherlich klar an Hof." In der zweiten Halbzeit habe sich das Bild ab etwa der 65. Minute gewandelt: Nach dem zweiten Treffer der Gäste (Torschütze: Marcel Urbanich) stand Hof tief, Lanzendorf drückte, schob konsequent nach und erarbeitete sich Chancen. "Da haben dann nur mehr wir gespielt, und es war oft sehr turbulent im Strafraum von Hof."

Ein Aluminiumtreffer unterstrich die offensive Wucht in dieser Phase.

Kollektivstärke, taktischer Mut und Kaderstatus

Trotz der Enttäuschung über einzelne Pfiffe überwog die Anerkennung für die eigene Mannschaft. "Beide Teams waren sehr gut, und meine Mannschaft hat vieles für den Spielverlauf getan. Wir hatten auch Stangenschüsse – ich war sehr zufrieden." Einzelne Spieler wollte er nicht herausheben: "Unser Torhüter war sehr gut, aber das Kollektiv war sehr, sehr stark. Einen herauszuheben wäre nicht fair." Auch die taktische Anpassung überzeugte: "Im Großen und Ganzen wurde alles so umgesetzt, wie wir es vor dem Spiel besprochen haben – und auch in der letzten Viertelstunde, als wir auf eine Dreierkette umgestellt und mit fünf Stürmern agiert haben."

Mit Blick nach vorne zeigte sich Reinsperger zuversichtlich: Zwei Spieler stoßen nach Ostern wieder zum Team, und für Mittwoch ist der Kader gut zusammengestellt. Insgesamt bleibt der Tenor: klare Kante bei strittigen Szenen, breite Brust für das, was die Mannschaft auf den Platz brachte.

2. Klasse Ost: Lanzendorf : Hof/L. - 1:2 (1:1)

  • 68
    Marcel Urbanich 1:2
  • 19
    Philipp Holzer 1:1
  • 11
    Raphael Nowak 0:1