Spielberichte

ASK Schwadorf 1936, Trainer Marcus Schlosser: „Wir müssen offensiv mehr machen“ – 1:0 in Edelstal

SC Edelstal
ASK Schwadorf

Wind und Gegenwind prägten das Auswärtsspiel von ASK Schwadorf 1936 bei SC Edelstal in der 2. Klasse Ost. Trainer Marcus Schlosser sprach nach einem gelungenen, wenn auch knappen Auftakt über einen verdienten 1:0-Auswärtssieg ohne Gegentor und mahnte zugleich mehr Durchschlagskraft an: „Das erste Spiel nach der Vorbereitung ist immer schwierig – keiner weiß so genau, wo die Standortbestimmung liegt. Wir haben kein Tor bekommen, das ist gut für die Defensive und die Mannschaftsleistung. Aber wir müssen offensiv mehr machen.“ Insgesamt sah er sein Team über weite Strecken mit mehr Ballkontrolle, in der Schlussphase geriet die Partie kurzzeitig aus dem Griff.

Weiß-Blauer Ball auf Rasen

Foto von Mick Haupt auf Unsplash

Wetter, Rhythmus und das frühe 1:0

„Die erste Halbzeit war ein sehr ausgeglichenes Spiel mit wenig Torchancen auf beiden Seiten, hauptsächlich ein Mittelfeldgeplänkel“, resümierte Schlosser. Trotz der Bedingungen fiel früh der entscheidende Treffer: Nach einer Ecke stellte Schwadorf in der 18. Minute auf 1:0 – Torschütze: Michal Skarupa. Mit dem Wind im Rücken kamen die Gastgeber vor der Pause „nur zu zwei Flanken vor unser Tor“, echte Abschlüsse blieben aus. Nach dem Seitenwechsel erspielten sich die Gäste mehrere torgefährliche Aktionen, während der aufkommende Gegenwind einzelne weite Bälle der Hausherren begünstigte.

Chancenfülle, Elfmeter und strittige Momente

Für Schwadorf vergab Thomas Kostic nach einem Angriff über rechts alleine gegen den Keeper, Dominic Hiller verpasste den Nachschuss nur knapp. Einmal lief ein Schwadorfer Angreifer frei aufs Tor zu, scheiterte am Tormann, der Abpraller blieb ungenutzt. Eine weitere Großchance wurde wegen Abseits zurückgepfiffen – Schlosser haderte: „Aus meiner Sicht aus unerklärlichen Gründen; viele meinten, es war kein Abseits.“ Die größte Möglichkeit: ein Elfmeter nach Foul an Florian Obermayer, den der Schütze weit über das Tor setzte. Auf der Gegenseite wurde es dreimal brenzlig: Ein Edelstaler Angreifer soll „mindestens zwei bis drei Meter im Abseits“ gestanden sein, traf aber ohnehin nicht. Zudem strich ein Schuss mithilfe des Gegenwinds an die Oberkante der Latte. Kurz vor Schluss versuchte ein Stürmer noch, einen Strafstoß herauszuholen; der Pfiff blieb aus – aus Schlossers Sicht zurecht.

Ballkontrolle, Härte und Ausblick

Im Ballbesitz sah Schlosser sein Team vorne: „Insgesamt hatten wir mehr Ballanteile, speziell in der ersten Halbzeit.“ In der letzten Viertelstunde wurde Edelstal mit weiten Bällen präsenter, auch weil Schwadorf den Ball phasenweise zu leichtfertig hergab. Zur Intensität meinte der Coach: „Der Gegner war sehr robust, sehr zweikampfstark.“ Gleichzeitig forderte er mehr Schutz in den Duellen: „Mir fehlte ein wenig die Konsequenz der Schiedsrichter.“ Für die kommenden Aufgaben bleibt der Plan klar: defensiv so stabil wie diesmal, offensiv zulegen. „Wir müssen kontrollierter und sicherer spielen, möglichst wenig zulassen und vor allem in der Offensive zielstrebiger mit mehr Druck agieren, damit wir mehr Aktionen starten können.“

2. Klasse Ost: Edelstal : Schwadorf - 0:1 (0:1)

  • 18
    Michal Skarupa 0:1