Spielberichte

„Wir haben es ziemlich schwer gehabt“ – Rohrau/Gerhaus plant punktuelle Verstärkungen

SC Rohrau/G.

In der 2. Klasse Ost hat SC Rohrau/Gerhaus die Saison auf Rang zehn beendet. Trainer Markus Vinkovits, der erst seit gut dreieinhalb Wochen im Amt ist, blickt deshalb vor allem auf die Schlussphase. In dieser kurzen Zeit stand für Rohrau/Gerhaus mit dem 2:1 gegen SC Haslau noch ein Erfolg zum Abschluss, davor musste die Mannschaft aber mit einem kleinen Kader und vielen Ausfällen durch eine schwierige Phase. Genau dort setzt auch seine Einordnung an.

Ersatzspieler auf der Bank am Spielfeldrand

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Eine Schlussphase, die der neue Trainer nur in Teilen bewerten will

Vinkovits macht gleich zu Beginn klar, dass sein Rückblick kein Gesamturteil über die ganze Saison sein kann. „Da ich erst seit gut dreieinhalb Wochen dabei bin, kann ich nur über die letzten paar Wochen reden“, sagt der Trainer. Gerade diese Phase hatte es aber in sich. In den letzten fünf Partien gab es ein 1:3 gegen SC Edelstal, ein starkes 4:1 bei Margarethen/M., danach ein 1:2 gegen SC Hof/L., ein 1:1 gegen Sarasdorf/Stixneusiedl und zum Abschluss den 2:1-Erfolg gegen SC Haslau. Diese Serie passt gut zu dem Bild, das Vinkovits zeichnet: keine ruhige Zeit, keine einfache Personalsituation, aber eine Mannschaft, die sich in der Endphase der Saison nicht hängen ließ und sich zumindest punktuell noch belohnte.

Viele Ausfälle, viel Improvisation und trotzdem hielt die Mannschaft zusammen

Der Hauptgrund, warum der neue Trainer die vergangenen Wochen als schwierig beschreibt, lag für ihn klar auf der Hand. „Wir haben es ziemlich schwer gehabt, weil wir von Woche zu Woche mehr Ausfälle hatten und immer mehr aus der U23 hochziehen mussten“, sagt Vinkovits. Das ist eine Aussage, die viel über die Lage in Rohrau/Gerhaus verrät. Wenn Woche für Woche Personal fehlt, geht es im Unterhaus oft weniger um große taktische Fragen als darum, überhaupt stabil durch den Spielbetrieb zu kommen. Umso wichtiger ist für den Coach, dass er der Mannschaft in dieser Phase eine positive Seite abgewinnen konnte. „Grundsätzlich hat das aber trotzdem funktioniert. Mannschaftlich war das ein super Kampf, es wurde für sich und für alle anderen gekämpft“, betont Vinkovits. Genau diesen Zusammenhalt hebt er als stärksten Punkt seiner ersten Wochen hervor.

Loidolt wurde wieder wichtiger, im Sommer soll gezielt nachgelegt werden

Dass trotz der angespannten Personallage nicht alles nur Stückwerk war, macht Vinkovits auch an einzelnen Spielern fest. Besonders hebt er Bernhard Loidolt hervor, den er als zentralen Faktor im Offensivspiel sieht. „Unser Zehner Bernhard Loidolt ist nach einer Verletzung zurückgekommen. Seit ich dazugestoßen bin, ist er von Woche zu Woche stärker geworden und in unserem Angriffsspiel das Um und Auf“, sagt der Trainer. Für die kommende Saison soll der Kader nun gezielt ergänzt werden. Namen wollte Vinkovits noch nicht nennen, bestätigt aber fixe Zusagen für einen Tormann und einen Offensivspieler. Dazu kommen zwei leicht verletzte Spieler, die laut Trainer zum Trainingsstart wieder voll mittrainieren können. Der Weg ist für ihn klar: „Jetzt heißt es, uns punktuell auf verschiedenen Positionen zu verstärken und dann für die neue Saison voll anzugreifen.“

Fischamend als Maßstab, Rohrau/Gerhaus will den nächsten Schritt machen

Auch der Blick auf die Liga zeigt, wohin die Reise aus Sicht des Trainers gehen soll. Besonders beeindruckt hat ihn in seinen ersten Wochen ATSV Fischamend, also genau jene Mannschaft, die die Liga als Tabellenführer abgeschlossen hat. „Fischamend war schon extrem gut. Die haben erstklassige Spieler gehabt, haben das ziemlich gut über die Runde gebracht und auch super gearbeitet“, sagt Vinkovits. Für Rohrau/Gerhaus ist das keine bloße Randbemerkung, sondern eher ein Hinweis darauf, welches Niveau in dieser Liga gefragt ist, wenn man weiter nach vorne kommen will. Nach einem zehnten Platz und einer fordernden Schlussphase steht der Verein nun vor einem Sommer, in dem nicht alles umgekrempelt werden soll. Aber an ein paar Stellen will der Trainer nachschärfen, damit aus dem kämpferischen Endspurt in der neuen Saison mehr Konstanz werden kann.