Als Meister der 2. Klasse Ost geht der ATSV Fischamend nach einer starken Saison mit viel Selbstvertrauen in die Vorbereitung. Trainer Günther Kastner zieht eine durchwegs positive Bilanz, verweist auf Spitzenplätze in mehreren Wertungen und sieht nur punktuelle Änderungen im Kader. Dazu kommt: Im Vereinsumfeld bleibt alles ruhig, auch wenn mit FK Hainburg ein hartnäckiger Verfolger einen starken Eindruck hinterlassen hat.

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Der Blick von Günther Kastner auf die vergangenen Monate fällt entsprechend klar aus. Der Trainer muss nicht lange überlegen, wenn er die Saison einordnet, sondern verweist direkt auf die Zahlen. „Wenn man sich die Statistik anschaut, hat ziemlich alles gut funktioniert“, sagt er. Kastner nennt dabei gleich mehrere Bereiche, in denen ATSV Fischamend vorne lag: „Wir sind in allen Bereichen Erster. Heimtabelle, Auswärtstabelle, Frühjahrs- und Herbsttabelle, sogar die Fair-Play-Wertung haben wir gewonnen.“ Genau diese Mischung aus sportlichem Erfolg und Konstanz ist für ihn der Hauptgrund, warum das Urteil so positiv ausfällt. Am Ende bringt er seine Einschätzung deshalb auf einen einfachen Nenner: „Mit der Saison kann man sehr, sehr zufrieden sein.“
Auffällig ist dabei, dass Kastner den Erfolg ganz bewusst nicht an einzelnen Spielern festmacht. Obwohl ATSV Fischamend die Liga mit 65 Punkten anführt, hebt der Trainer nicht einen Torschützen oder einen Schlüsselspieler heraus, sondern spricht konsequent vom Kollektiv. „Ich kann nur die ganze Mannschaft hervorheben“, betont er. Für Kastner war genau das die Basis der starken Monate: „Wir haben alle an einem Strang gezogen.“ Dass manche Spieler durch Tore mehr auffallen als andere, blendet er dabei nicht aus, ordnet es aber sofort ein. „Klar gibt es Spieler, die ein paar Tore mehr schießen, aber wir dürfen die Spieler nicht vergessen, die die Tore vorbereiten. Und wir dürfen auch die Verteidiger nicht vergessen, die Tore verhindern.“ Für den Sommer bedeutet das personell nur einen überschaubaren Umbruch. Michael Burdis und Sven Oliver Swoboda beenden ihre Karriere, Sebastian Baumgartner verließ den Verein in Richtung Rohrau. Neu dazu kommen mit Paul Reske ein Stürmer vom SC Melk, Marcel Prohaska kommt nach seiner Leihe wieder retour sowie Julian Obritzhauser vom SC Mannswörth.
Neben der sportlichen Bilanz unterstreicht Kastner auch, dass rund um ATSV Fischamend vieles unverändert bleibt. „Der Trainerstab bleibt unverändert. Der Vorstand bleibt unverändert“, sagt er und macht damit klar, dass der Spitzenreiter nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Umfeld auf Kontinuität setzt. Größere Baustellen sieht er aktuell keine. Ein Thema gibt es im Kader dennoch: Florin Pop fehlt derzeit mit einem Haarriss im Schlüsselbein, soll laut Kastner aber „zum Trainingsbeginn wieder voll fit sein“. Interessant ist auch, wen der Trainer aus der Liga besonders hervorhebt. Für Kastner hat vor allem FK Hainburg Eindruck hinterlassen. „Mit den jungen Spielern sind sie sehr lang an uns drangeblieben im Titelkampf und haben die Meisterschaft sehr, sehr lang spannend gehalten“, sagt er. Den Weg des Konkurrenten bewertet er ausdrücklich positiv und ergänzt: „Ich glaube, über kurz oder lang werden viele Vereine dem Beispiel folgen.“ Für ATSV Fischamend selbst ist die Ausgangslage damit klar: Vieles hat funktioniert, die Struktur bleibt stabil, und der Spitzenreiter will den eingeschlagenen Weg ohne große Unruhe weitergehen.