Spielberichte

"Ein Tick mehr Glaube und Mut": Haslau bringt das 1:0 erst ganz spät über die Linie

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SC Haslau
SV Prellenkirchen

In der 2. Klasse Ost rang der SC Haslau/Ma. E. den SV Prellenkirchen mit 1:0 nieder, doch nach einem Heimsieg sah das über weite Strecken nicht aus. Trainer Martin Duska sprach von einer ausgeglichenen, spielerisch überschaubaren Partie, in der erst der Treffer von Jan Jahoda in der 90. Minute die Entscheidung brachte. Ausschlaggebend war aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft bis zuletzt an das Tor glaubte.

Gelber Fußball im Tornetz

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash

Lange auf Augenhöhe

Haslau musste sich diesen Erfolg in einer Partie erarbeiten, die laut Martin Duska nie wirklich ins Fließen kam. Zur Pause stand es 0:0, und genau dieses Ergebnis spiegelte den Verlauf der ersten Hälfte gut wider. "Die Partie war relativ ausgeglichen, nicht hochklassig und spielerisch von beiden Seiten eher überschaubar", sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Dazu kam, dass seine Mannschaft mit dem Ball vieles schuldig blieb. Duska sprach offen an, dass seine Elf gerade in der Passqualität nicht den Standard erreichte, den er sich vorstellt. "Es war viel Stückwerk. Fußballerisch war das von meiner Mannschaft nicht das Gelbe vom Ei", sagte er. Gleichzeitig machte der Haslauer Coach deutlich, dass auch die Gäste immer wieder gefährlich waren und es deshalb kein Spiel war, in dem sich eine Mannschaft klar absetzen konnte.

Nach der Pause etwas offensiver

Der Plan für die zweite Halbzeit war daher klar: Haslau wollte mehr nach vorne tun und zielstrebiger werden. Duska erklärte, dass seine Mannschaft bewusst etwas offensiver auftreten wollte, auch weil der Kader diese Anpassung hergab. "Wir wollten schauen, dass wir ein bisschen offensiver spielen" und dabei "ein bisschen zielstrebiger" werden, fasste er die Überlegungen zusammen. Eine klare Dominanz entstand daraus aber nicht. Der Trainer sagte selbst, dass er nicht das Gefühl hatte, seine Mannschaft würde nun komplett auf die Entscheidung drücken. Trotzdem sah er in dieser Phase leichte Vorteile für sein Team. "Wir haben in der zweiten Halbzeit vielleicht mehr Strafraumsituationen gehabt", meinte Duska. Zwischendurch jubelte Haslau einmal vergeblich, weil der Schiedsrichter ein Foul der Gastgeber im Strafraum erkannte und der Treffer daher nicht zählte. Viel Aufregung wollte der Trainer daraus nicht machen, insgesamt sei die Leitung "relativ unauffällig" gewesen. Entscheidend blieb für ihn vielmehr, dass die Partie bis in die Schlussphase offen war und "da hätte alles passieren können".

Jahoda erlöst Haslau, Duska bleibt trotzdem kritisch

Dass der Sieg dann doch noch auf der Seite der Gastgeber landete, lag an einer späten Szene und am langen Durchhalten. In der 90. Minute traf Jan Jahoda zum 1:0 und bescherte Haslau damit jenes "glückliche Ende", von dem Duska sprach. Der Coach machte den Unterschied ausdrücklich nicht an spielerischer Überlegenheit fest, sondern an der Haltung seiner Mannschaft. "Wir haben vielleicht einen Tick mehr Glaube und Mut bewiesen", sagte er. Genau darin sah er die größte Stärke seines Teams an diesem Tag, weil es bis zum Schluss an den Sieg glaubte und nicht lockerließ. Gleichzeitig verteilte Duska viel Respekt an den Gegner. Prellenkirchen sei für ihn "ein ebenbürtiger Gegner" gewesen, habe "alles reingehauen" und sich zudem als faire Mannschaft präsentiert. Gerade deshalb ordnete er das 1:0 nüchtern ein: "Am Ende war es ein glücklicher Sieg." Trotz der drei Punkte sieht der Haslauer Trainer genug Arbeit vor sich. "Potenzial haben wir in allen Bereichen", sagte er und nannte Passqualität, Torabschluss und defensive Stabilität. Der Sieg bringt Erleichterung, aber für Duska ist ebenso klar, dass seine Mannschaft in den kommenden Wochen in mehreren Bereichen zulegen muss.

2. Klasse Ost: Haslau : Prellenkirchen - 1:0 (0:0)

  • 90
    Jan Jahoda 1:0