In der 2. Klasse Ost hat SC Rohrau/Gerhaus beim SC Haslau/Ma. E. mit 3:1 gewonnen und damit die ersten Punkte angeschrieben. Nach einer torlosen ersten Hälfte schlug Rohrau nach der Pause zu, musste zwar den Ausgleich hinnehmen, antwortete aber rasch. Trainer Mario Kopsa sah vor allem den Kampfgeist seiner Mannschaft und das wichtige 2:1 als entscheidende Gründe für den Auswärtssieg.

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Die Partie begann aus Sicht der Gäste nicht ganz sorgenfrei, weil Haslau gleich zu Beginn deutlich machte, dass es zuhause das aktivere Team sein wollte. Mario Kopsa erinnerte nach dem Spiel an zwei richtig gute Möglichkeiten der Heimischen. „Haslau hat zwei Chancen gehabt, das waren zwei Lattenschüsse“, sagte der Rohrau-Trainer. Für seine Mannschaft war diese Phase wichtig, weil sie trotz dieser Momente nicht den Faden verlor. Kopsa betonte, dass Rohrau selbst immer wieder „Nadelstiche“ gesetzt habe. Damit beschrieb er ein Spiel, in dem Haslau zwar gefährlich startete, die Gäste aber nicht nur reagierten, sondern immer wieder eigene Akzente setzten. Weil Rohrau die brenzligen Situationen wegverteidigte und Haslau seine frühen Chancen nicht nutzte, ging es mit einem 0:0 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel sah Kopsa dann genau jene Entwicklung, die er sich gewünscht hatte. „In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel auf unsere Seite gelenkt“, sagte er. Das zeigte sich auch am Spielstand. In der 53. Minute brachte Daniel Demovic die Gäste mit 1:0 in Führung. Kopsa sprach in diesem Zusammenhang von einem „super Tor“ zur Rohrauer Führung. Haslau kam allerdings zurück und glich in der 63. Minute durch David Dusca zum 1:1 aus. Der Rohrau-Coach schilderte diese Szene aus seiner Sicht als Ball „von der Seite, Latte und rein“ und nannte sie schwer zu verteidigen. Entscheidend war für ihn aber, dass seine Mannschaft den Ausgleich schnell wegsteckte und sofort wieder nach vorne spielte. In der 69. Minute traf Patrick Varga zum 2:1, und genau dieses Tor war für Kopsa der wichtigste Moment der Partie. „Das 2:1 war der wichtigste Moment. Dann haben wir eigentlich nichts mehr zugelassen“, sagte er. Den Angriff vor diesem Treffer beschrieb er als gut ausgespielten Konter, dazu habe ein Wechsel im Sturm noch einmal zusätzlichen Druck gebracht.
Dass Haslau nach dem 1:2 nicht noch einmal zurückkam, erklärte Kopsa vor allem mit der Haltung seiner Mannschaft. „Der Kampf. Einer ist für den anderen gelaufen, die Mannschaft hat das ganze Herz am Platz gelassen“, sagte der Trainer. Er wurde in seiner Analyse sehr deutlich und meinte mehrfach, wie stolz er auf seine Spieler sei. Jeder Ball sei nachgelaufen worden, und genau das habe den Ausschlag gegeben. Kopsa sagte auch, Rohrau hätte nach dem 2:1 noch zwei weitere Tore machen können, ließ diese Möglichkeiten aber ungenutzt. Ganz ohne drittes Tor blieb es dennoch nicht. In der Nachspielzeit stellte Fethi Can Asiltürk auf 3:1 und sorgte damit für die endgültige Entscheidung. Kopsa beschrieb diesen Treffer als „Weitschuss von der Mittellinie“. Abgerundet wurde der Nachmittag aus seiner Sicht auch dadurch, dass es rund um die Spielleitung nichts zu beanstanden gab. „Der Schiedsrichter war wirklich gut“, sagte er knapp.
Für Rohrau war dieses 3:1 damit mehr als nur ein Auswärtssieg. Aus den Aussagen von Mario Kopsa war klar herauszuhören, wie wichtig dieser Nachmittag für seine Mannschaft war. „Sie wollten unbedingt die ersten Punkte haben“, sagte er, und genau dieses Gefühl zog sich durch seine gesamte Analyse. Nach einer ersten Hälfte, in der Haslau die besseren Abschlüsse hatte, blieb Rohrau ruhig, wurde nach der Pause stärker und fand auf den Ausgleich sofort die richtige Antwort. Kopsa fasste den Auftritt deshalb auch mit einfachen, aber deutlichen Worten zusammen: „Wir haben mit Herz gespielt.“ Aus Sicht der Gäste war das am Ende die Basis dafür, dass der Aufwand diesmal nicht unbelohnt blieb.