In der 2. Klasse Ost hat der SC Edelstal am Samstag ein spätes 2:1 gegen SC Rohrau/Gerhaus gefeiert. Nach einem torlosen ersten Durchgang gerieten die Gastgeber kurz nach der Pause in Rückstand, fanden aber die passende Antwort. Trainer Jürgen Ethofer machte vor allem die Reaktion seiner Mannschaft zum Thema: Edelstal habe „bis zum Ende nicht aufgegeben“ und sich den Sieg mit Moral und Einsatzwillen noch erarbeitet.

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Der Spielverlauf passte genau zu dem, was Ethofer nach dem Schlusspfiff schilderte. Edelstal war nach seiner Einschätzung vom Anpfiff weg gut in der Partie, ohne sich schon früh eine Fülle an Möglichkeiten herauszuspielen. Zur Pause stand es 0:0, weil die Gastgeber zwar ordentlich im Spiel waren, die vorhandenen Chancen aber noch nicht nutzen konnten. Dann folgte in der 47. Minute der Nackenschlag, als Halil Ibrahim Sert Rohrau/Gerhaus mit 1:0 in Führung brachte. Genau dieser Rückstand setzte bei Edelstal aber neue Kräfte frei. Nur elf Minuten später glich Jakub Petrila zum 1:1 aus, ehe Michal Tanac in der 91. Minute den späten Heimsieg fixierte. Für Ethofer war entscheidend, „dass die Mannschaft bis zum Ende nicht aufgegeben hat und sich den Sieg letztlich noch erarbeitet hat“.
Der Edelstal-Trainer bewertete den Auftritt seiner Mannschaft insgesamt positiv, auch wenn er den Sieg nicht einfach nur auf das Ergebnis reduzierte. „Wir waren vom Anpfiff weg gut im Spiel drinnen“, sagte Ethofer, und genau darin lag für ihn die Grundlage für die spätere Wende. Seine Elf habe den Gegner über weite Strecken ordentlich vom eigenen Tor fernhalten können und insgesamt ein gutes Spiel gezeigt. Gleichzeitig machte er klar, dass die Partie in der ersten Hälfte noch offen blieb, weil im letzten Drittel die Konsequenz fehlte. „Wir hatten nicht allzu viele Möglichkeiten“, sagte er, „aber wir konnten den Gegner auch gut von unserem Tor weghalten.“ Dass Edelstal nach dem 0:1 nicht zusammenfiel, sondern sofort wieder Zugriff bekam, wertete er als klare Frage der Haltung. „Wir haben neuen Schwung gefasst“, so Ethofer, „und bis zum Ende hin einige Chancen erarbeitet und dann auch verwertet.“
Interessant war auch, wie Ethofer die beiden Tore seiner Mannschaft beschrieb. Nach seiner Darstellung entstanden beide Treffer auf sehr ähnliche Weise: durch eine Balleroberung im Mittelfeld, den Weg über die Seite und einen Pass ins Zentrum, der dann zum Abschluss führte. „Beide Tore waren identisch“, fasste er die Entstehung kurz und treffend zusammen. Gleichzeitig verlor der Trainer bei aller Freude über den Last-Minute-Sieg nicht den Respekt vor dem Gegner. Rohrau/Gerhaus habe „mit Leidenschaft verteidigt“ und seiner Mannschaft das Leben schwer gemacht. Auch nach der Führung habe der Gegner weiter leidenschaftlich gearbeitet. Den Unterschied sah Ethofer daher nicht in einer einseitigen Partie, sondern darin, „dass wir unseren Spielplan letzten Endes umsetzen konnten“.
So blieb unter dem Strich ein Heimsieg, der aus Edelstaler Sicht weniger von Glanz als von Beharrlichkeit lebte. Ethofer hob vor allem „den Einsatzwillen“ und „die Moral“ hervor, zwei Punkte, die seine Mannschaft nach dem Rückstand sichtbar ins Spiel zurückbrachten. Ganz zufrieden klang er dennoch nicht, denn trotz des Erfolgs sieht er weiter Arbeit auf seine Mannschaft zukommen. „In der Offensive und auch in der Defensive gibt es noch einiges zu tun“, sagte er offen. Gerade deshalb kann der späte 2:1-Erfolg für Edelstal wertvoll werden: nicht, weil er alles überdeckt, sondern weil er zeigt, dass die Mannschaft auch in einer zähen Partie dranbleibt und sich dafür noch belohnen kann.