Im Heimspiel von SV Stetteldorf am Wagram gegen Stockerau II in der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal rückte für Trainer Jürgen Lederer die Reaktion seiner Mannschaft auf ein offenes, intensives Spiel in den Mittelpunkt. Seine Elf setzte mit mutigem Offensivpressing und gradlinigen Vorstößen klare Akzente – ein Auftritt, aus dem der Coach ein konstruktives Fazit zog und konkrete Ansatzpunkte für die nächsten Wochen ableitete.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
„Es war offen, mit vielen Aktionen“, ordnete Lederer die Grundcharakteristik ein und betonte, dass sich das Chancenbild im Verlauf verschob. Vor der Pause erarbeitete sich Stetteldorf mehrere gute Möglichkeiten, ließ sie jedoch ungenutzt; nach dem Seitenwechsel kam auch Stockerau II zu klaren Abschlüssen. Der Halbzeitstand von 0:0 spiegelte ein ausgeglichenes Duell wider, in dem beide Teams immer wieder in gefährliche Zonen vorstießen. Beim Ballbesitz sah der Coach kein deutliches Übergewicht, hob aber die überzeugenden Phasen seines Teams mit dem Ball hervor – insbesondere, wenn das Tempo anzog und konsequent nachgesetzt wurde.
Nach dem torlosen ersten Durchgang setzte Stetteldorf den ersten markanten Impuls: In der 56. Minute brach Christian Muik den Bann und stellte auf 1:0 – ein Treffer, der das zuvor offene Geschehen in eine günstige Richtung für die Heimelf lenkte. Stockerau II blieb zwar präsent und kam auch im zweiten Abschnitt zu guten Möglichkeiten, doch die Effizienz lag nun bei Stetteldorf. In der 77. Minute erhöhte Daniel Schöllenbauer auf 2:0 und münzte die Überlegenheit in Zählbares um. Standards spielten dabei keine tragende Rolle: „In der ersten Halbzeit gab es ein paar Standardsituationen, aber eher unauffällig“, erklärte Lederer. Prägend waren vielmehr das wiederholte, energische Anlaufen und das schnelle Umschalten nach Ballgewinnen.
In der Bewertung der Einzelleistungen wurde Lederer konkret. Besonders in der Offensive überzeugten Tobias Friedl und Florian Hauser, die mit hoher Laufbereitschaft, Präsenz und Zug in die Tiefe wichtige Impulse setzten und dem Angriffsspiel Struktur gaben. Diskussionsstoff rund um Entscheidungen gab es aus Trainersicht nicht: „Der Schiedsrichter hat eine tadellose Leistung gezeigt.“ Für die nächsten Aufgaben nimmt Lederer vor allem die positiven Sequenzen im Pressing und Zusammenspiel mit: „Wir haben im offensiven Bereich stellenweise guten Fußball gezeigt, den Gegner phasenweise gut unter Druck gesetzt – darauf können wir aufbauen.“