Zwischen SV Langenzersdorf und FZSV Rußbach entwickelte sich in der 2. Klasse Pulkautal/Schmidatal ein packendes Auf und Ab, das Erleichterung und Selbstkritik zugleich hinterließ. Trainer Andreas Fitz sprach von klarer Überlegenheit zu Beginn, vielen ausgelassenen Möglichkeiten und einer Phase, in der eigene Fehler den Gegner zurückbrachten. Er lobte den starken Rußbacher Schlussmann, betonte die Intensität der Duelle und blickte mit Hausaufgaben bei Konsequenz und Passgenauigkeit bereits auf Freitag.

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Langenzersdorf erwischte einen Traumstart und legte drei Treffer bis zur 13. Minute vor. Adrian Wilfing (1., 13.) rahmte den furiosen Auftakt, dazwischen traf Sebastian Haimerl (7.) zum 2:0. Zur Pause stand es 3:0 – und dennoch blieb beim Coach das Gefühl, dass der Gegner unbequem bleibt: „Wir waren von der ersten Minute an dominierend und hatten Chancen für zwölf bis fünfzehn Tore. Aber Rußbach liegt uns einfach nicht.“
Nach Wiederbeginn nutzte Rußbach die Langenzersdorfer Nachlässigkeiten eiskalt. Fadim Bedzeti (54.) verkürzte, Liridon Dauti (75.) legte nach – und Bedzeti (80.) glich zum 3:3 aus. Fitz räumte ein: „Rußbach hat drei schwere Fehler von uns ausgenützt.“ Prägend waren auch die Torhüterleistungen: Während Langenzersdorfs Keeper abgesehen von den Gegentoren wenig beschäftigt war, erwischte der Rußbacher Schlussmann „einen sehr guten Tag“ und parierte mehrfach stark. Immer wieder fehlten dem SVL nur Zentimeter – „ein Fuß der Rußbacher war noch dazwischen“.
Die Reaktion des SVL fiel spät, aber entschlossen: Sebastian Haimerl stellte in der 83. Minute auf 4:3, Julian Küssler setzte in der 93. den Schlusspunkt zum 5:3. „Spielentscheidend war keine einzelne Szene, weil wir am Ende gewonnen haben“, so Fitz, der trotz fünf eigener Treffer Selbstkritik übte: „Wir hatten Fehlerquellen im Spielaufbau, vor allem bei der Passgenauigkeit. Das müssen wir ansprechen.“ Einen Mann des Spiels wollte er nicht benennen. Zudem erinnerte er: „Seit ich Trainer bin, haben wir die letzten drei Matches gegen Rußbach nicht gewonnen.“ Personell blieb es überschaubar: Ronald Birnbauch sah Gelb und wurde später vom Feld genommen, Julien Eggers musste mit Wadenverhärtung raus. Ansonsten sollte der Kader bis Freitag wieder vollständig einsatzfähig sein.