Spielberichte

Stefan Molzer nach 1:1: „Wahrscheinlich gerecht“ – SG Korneuburg/Stetten II belohnt sich nicht ganz für den Aufwand in der 2. Halbzeit

SG Korneuburg/Stetten II
FC Würnitz

Für Stefan Molzer war der Nachmittag in Niederösterreich ein Balanceakt zwischen Ärger und Anerkennung: Beim Heimspiel seiner SG Korneuburg/Stetten II gegen den FC Würnitz in der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal sprach er von einem insgesamt gerechten Remis, haderte aber mit Eigenfehlern, vergebenen Chancen und strittigen Szenen – und hob zugleich den kämpferischen Auftritt nach der Pause hervor. Zudem plagen Blessuren den Kader, während die Effizienz im Abschluss weiter zu wünschen übrig lässt.

Fußball und die Beine von zwei Spielern unterschiedlicher Mannschaften

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Strittige Momente und das 0:1 vor der Pause

Molzer ordnete die Partie zwischen Akzeptanz und Ärger ein. Die kniffligen Szenen fasste er so zusammen: „Wir hatten ein Tor, bei dem Abseits gegeben wurde – aus unserer Sicht zu Unrecht. Auf der anderen Seite blieb eine Elfmeterentscheidung für den Gegner aus. Unterm Strich hebt sich das auf.“ Sportlich lag seine Elf zunächst zurück: Emre Ulusoy traf in der 35. Minute zur 0:1-Führung der Gäste, zur Pause stand es 0:1. In Molzers Gesamtbewertung relativierten sich die Aufreger, dennoch klang Frust an, weil dem Rückstand ein eigener Fehler vorausgegangen war. Bei hohem Tempo und harten Zweikämpfen entschieden lange Kleinigkeiten – bis die Hausherren nach der Pause deutlich zulegten.

Mehr Zugriff nach der Pause – und der verdiente Ausgleich

Die Analyse zur Halbzeit fiel klar aus: „Mit der ersten Hälfte sind wir nicht zufrieden. Nach der Pause haben wir kämpferisch und fussballerisch zugelegt, darauf können wir aufbauen. Das Team erhöhte Intensität und Laufbereitschaft, suchte konsequenter die Tiefe – und wurde durch eine Standardsituation belohnt: Talha Kankural stellte in der 71. Minute auf 1:1. In dieser Phase zeigte die Mannschaft genau das, was der Trainer eingefordert hatte: mehr Wucht, mehr Mut, mehr Präsenz in den Duellen. Einzelne Akteure übernahmen Verantwortung, allen voran der Torschütze: Für Molzer war Talha Kankural mit seinem Treffer und 90 Minuten unermüdlichem Einsatz einer der prägenden Spieler des Spiels. Die Schlussphase blieb druckvoll – ein klares Signal, dass sich die SG Korneuburg/Stetten II mit dem Unentschieden nicht zufrieden gab.

Respekt für Würnitz, offene Baustellen im Kader

Zum Gegner fand Molzer klare Worte – ganz im Sinne der Eindrücke aus dem Hinspiel: „Körperbetont und hoher Einsatz – das hat Würnitz stark gemacht.“ Besonders auffällig: Emre Ulusoy, der das 0:1 markierte. Während Molzer die robuste und effiziente Spielweise des FC Würnitz respektvoll hervorhob, bleiben im eigenen Team Baustellen. Aktuell bereitet ein schweres Foul in der Schlussphase an Samir Ceso Kopfzerbrechen. Hier muss man abwarten wie schwer die Verletztung ist. Zudem hofft Molzer, dass Martin Binder-Kipferl bald von seiner Verletzung zurückkehrt.

Grundsätzlich, so der Trainer, agiere sein Team „unglücklich: Wir schießen uns die Tore teilweise selbst und machen vorne unsere Chancen nicht konsequent genug – so lassen wir Punkte liegen, die wir uns eigentlich verdient hätten.“ Einsatz, Moral und der spürbare Aufschwung nach der Pause stimmen – doch ohne mehr Entschlossenheit im letzten Drittel bleibt der Ertrag zu oft hinter dem Aufwand zurück.

2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: SG Korneuburg/Stetten II : Würnitz - 1:1 (0:1)

  • 71
    Talha Kankural 1:1
  • 35
    Emre Ulusoy 0:1