In der 19. Runde der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal feierte die SG Korneuburg/Stetten II beim SV Stetteldorf am Wagram einen klaren 3:0-Auswärtssieg. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte legten die Gäste nach der Pause zu, trafen durch Abdulhanan, Lovric sowie Kankural und nahmen am Ende verdient die Punkte mit. Trainer Stefan Molzer brachte den Knackpunkt auf den Punkt: "Das erste Tor war spielentscheidend. Da war der Bann gebrochen." Seine Elf blieb danach am Drücker, nutzte das Umschaltspiel konsequent aus und erarbeitete sich so den Auswärtssieg.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Über weite Strecken der ersten Hälfte tat sich auf beiden Seiten wenig Zählbares, beide Teams hielten das Spiel offen und gingen beim Stand von 0:0 in die Kabinen. Aus Sicht der Gäste wäre sogar schon vor der Pause mehr möglich gewesen, aber der finale Pass wurde nicht sauber zu Ende gespielt. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie: Die SG Korneuburg/Stetten II hatte mehr vom Spiel, erhöhte das Tempo und ging in Minute 64 durch Alezzawi Abdulhanan mit 1:0 in Front. "Da war der Bann gebrochen", sagte Molzer, und seine Mannschaft spielte die Konter nun "gut zu Ende". Stetteldorf, die bis dahin gut dagegen hielten, fanden darauf keine Antwort mehr, die Gäste blieben griffig und legten nach: In der 84. Minute stellte Anto Lovric auf 2:0, in der Nachspielzeit fixierte Talha Kankural mit dem 3:0 den Endstand. So wurde aus einer Geduldsprobe nach der Pause ein souveräner Dreier.
In der Analyse hob Stefan Molzer klar hervor, was den Unterschied machte: "Das Umschaltspiel hat sehr gut funktioniert. Wir haben den Gegner etwas kommen lassen und dann schnell in die Tiefe gespielt." Über die schnellen Außenspieler und Stürmer öffneten sich immer wieder Räume, die am Ende konsequent genutzt wurden. "Es waren viele Chancen, von denen wir dann endlich welche genutzt haben", sagte der Trainer. Mit dem 1:0 stieg das Selbstvertrauen und das Spiel entwickelte sich immer mehr in Richtung Auswärtssieg. Nach dem Führungstor blieb man am Drücker und stand stabil in der Defensive. Positiv hervorzuheben auch die Auftritte der Einwechselspieler, die der Mannschaft Stabilität und Tempoo brachten. Die Gäste konnten so zusetzten, ließen hinten wenig zu und machten aus den entscheidenden Situationen das Maximum – ein Auftritt, der über die vollen 90 Minuten immer stabiler wurde.
Molzer hatte auch ein Wort für den Gegner übrig: "Bis zu unserem Führungstreffer haben sie gut mitgespielt und gut dagegen gehalten." Stetteldorf musste laut dem Gäste-Coach zudem einen wichtigen Ausfall verkraften: "Ihr stärkster Offensivspieler war gesperrt." Spätestens mit dem 0:1 übernahm Korneuburg/Stetten II jedoch endgültig das Kommando: "Mit dem Führungstreffer haben wir das Heft in die Hand genommen." Positiv fiel auch das Drumherum aus: "Strittige Situationen hat es nicht gegeben. Es war eine faire Partie, ohne Nickeligkeiten. Es hat alles gepasst." Trotz des deutlichen 3:0 benannte Molzer seine Baustellen: "Bei der Passsicherheit waren wieder einige unnötige Fehlpässe dabei. Auch die Rückwärtsbewegung, das Defensivverhalten – da müssen wir dranbleiben und die Abstimmung verbessern." Die Hitze habe die Laufarbeit erschwert, "je länger das Spiel gedauert hat, umso schwieriger". Mit nun stabilen Auftritten und Platz sechs in der Tabelle will seine Mannschaft weiter an Genauigkeit und Kompaktheit arbeiten – der Auftritt in Stetteldorf liefert dafür eine ordentliche Basis.