Enges Derby in der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: Der SV Hausleiten und der SC Sparkasse Enzersfeld/W. trennen sich 0:0. Vor allem vor der Pause hatten die Hausherren klar mehr vom Spiel, ließen aber beste Möglichkeiten liegen. „Das Einzige, was uns gefehlt hat, waren die Tore“, sagte Trainer Christoph Deix nach einem Nachmittag, an dem viel passte – nur der letzte Schritt zum Jubel eben nicht.

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Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern, richtig Fahrt nahm die Partie aber im ersten Durchgang gegen Ende auf. „In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft“, schilderte Christoph Deix. Besonders die Schlussphase vor der Pause blieb ihm hängen: „Die letzten zwanzig, fünfundzwanzig Minuten waren wir drückend überlegen. Da ist eigentlich ein Tor für uns in der Luft gelegen.“ Hausleiten spielte sauber nach vorne, legte sich den Gegner zurecht und erspielte sich zwei, drei richtig gute Chancen. Einmal landete der Ball sogar an der Stange – es passte fast alles, nur der Abschluss nicht. So stand zur Halbzeit trotz deutlicher Überlegenheit ein 0:0 auf der Tafel, das nicht zum Gefühl auf dem Platz passte.
Auch nach dem Seitenwechsel suchte Hausleiten die Entscheidung, ohne dabei die Balance zu verlieren. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit eine hundertprozentige Chance, die wir machen müssen“, haderte Deix. Es war der Moment, in dem der Bann fallen sollte – tat er aber nicht. Enzersfeld verteidigte konsequent, Hausleiten blieb am Drücker, doch der eine saubere Abschluss wollte nicht gelingen. „Am Ende ist das Unentschieden vielleicht sogar gerecht“, ordnete der Trainer ein. Bei aller Dominanz über weite Strecken akzeptierte er, dass in einem engen Spiel die Null auch auf beiden Seiten stehen bleiben kann. Das Bild des Tages: viel Aufwand, viele richtige Entscheidungen – und trotzdem kein Treffer.
In der Analyse war Christoph Deix deutlich: „Spielerisch war es eine gute Leistung. Wir waren meiner Meinung nach klar besser. Das Einzige, was uns gefehlt hat, waren die Tore.“ Für ihn lag der Knackpunkt eindeutig im Sechzehner: „Es war rein die Chancenverwertung. Wenn wir das 1:0 machen – ich will nicht vorgreifen –, aber dann schießen wir wahrscheinlich noch zwei bis drei.“ Gleichzeitig hob er den Gegner fair hervor: „Enzersfeld war sicher in einem guten Flow, ich glaube, sie haben in der Rückrunde keine Niederlage. Sie waren auch etwas dezimiert – wir wussten, was auf uns zukommt.“ Zur Leitung des Unparteiischen meinte Deix: „Im Großen und Ganzen okay. Bei Gelb war es nicht immer gleich, aber insgesamt passt das.“
Das torlose Remis ändert am Gesamtbild wenig: Der SV Hausleiten bleibt laut aktueller Tabelle in der Spitzengruppe (Rang zwei), Enzersfeld hält als stabiler Verfolger Anschluss an die obere Hälfte (Rang fünf). Für Deix und sein Team ist die Lehre klar: Die Abläufe stimmen, die Kontrolle über weite Strecken ebenfalls – jetzt müssen aus aussichtsreichen Situationen Tore werden. „Wir haben gewusst, was kommt, und vieles gut gemacht“, sagte der Trainer. Die Hausaufgabe ist damit benannt: an der Kaltschnäuzigkeit arbeiten, damit sich der Aufwand in den nächsten Wochen wieder auszahlt.