In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat der UFC Hanfthal den SC Guntersdorf am 20. Spieltag mit 2:0 besiegt. Felix Autrieth brachte die Hausherren in Minute 37 per sehenswertem Volley in Front, Miroslav Styks legte nach der Pause zum Endstand nach. Trainer Rainer Kampner hob eine konzentrierte Defensivarbeit mit kaum echten Guntersdorfer Chancen hervor, sprach von starken Umschaltmomenten – und lobte ausdrücklich den Unparteiischen, der aus seiner Sicht „eine Topleistung“ ablieferte. Zur Halbzeit stand es 1:0, am Ende blieb Hanfthal ohne Gegentor.

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Die erste halbe Stunde war von viel Disziplin und wenig Risiko geprägt. „Am Anfang war es ein gegenseitiges Abtasten ohne wirkliche Torchancen“, schilderte Rainer Kampner. Als Hanfthal den Druck erhöhte, kippte die Partie in Richtung Gastgeber. Über die linke Seite erzwang Hanfthal den Ballgewinn, die Kugel kam hoch zu Felix Autrieth – und der nahm Maß. „Felix hat den Ball aus rund 18 Metern volley genommen und genau ins Eck gesetzt“, so Kampner über den Treffer zum 1:0 in der 37. Minute. Auch wenn die Führung passte, blieb der Coach selbstkritisch: „Wir sind immer stärker ins Spiel gekommen, aber technisch haben wir in der ersten Halbzeit sicher schon besser gespielt. Die Passqualität hat da nicht gut funktioniert.“ Mit dem 1:0 zur Pause war das Spiel offen, doch Hanfthal hatte spürbar Fahrt aufgenommen.
Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber deutlich zu. „Mit Anpfiff der zweiten Halbzeit haben wir uns vorgenommen, Guntersdorf keine Chance und keinen Raum mehr zu lassen“, erklärte der Trainer. Genau das setzte seine Mannschaft um: aggressiv gegen den Ball, eng in den Linien, konsequent im Nachrücken. Das 2:0 entstand aus dieser Haltung heraus – und über links. „Es war eine super Balleroberung über unseren linken Wingback, Simon Schmidt. Der spielt auf Felix Autrieth, Felix steckt stark in die Tiefe, und Miroslav Styks schließt eiskalt ab“, beschrieb Kampner die Szene zum beruhigenden zweiten Treffer in der 77. Minute. Hanfthal blieb danach am Drücker, nutzte die Räume klug und kontrollierte das Geschehen, ohne ins offene Messer zu laufen. Guntersdorf fand in dieser Phase kaum Entlastung.
Defensiv stellte Hanfthal den Tabellendritten vor Probleme. „Guntersdorf hat brav mitgespielt und wollte gefällig kombinieren. Wir haben heute super Lösungen gefunden“, sagte Kampner. Gute Kompaktheit und klare Aufgabenverteilung sorgten dafür, dass die Gäste kaum gefährlich wurden. „Guntersdorf hat eigentlich keine wirkliche Torchance gehabt – außer einmal in der ersten Halbzeit, da hat unser Tobias Laber sensationell auf der Linie gerettet. Sonst haben wir nichts zugelassen.“ Gleichzeitig gefielen die Umschaltmomente: „Wir haben kaum Räume gelassen, unsere Linien eng abgestimmt und nach Ballgewinnen gut umgeschaltet. Nach dem 2:0 hätten wir mit saubererem Ausspielen vielleicht sogar noch das dritte oder vierte Tor machen können.“ Ein Sonderlob gab es für das Schiedsrichterteam: „Der Schiedsrichter hat eine Topleistung abgeliefert, eine der besten heuer. Es gab keine einzige strittige Situation.“ Gegen den drittplatzierten Gegner ist der Heimsieg für den aktuell neuntplatzierten UFC Hanfthal ein kräftiges Signal – und eine Vorlage für die nächsten Runden, in denen es vor allem um Konstanz gehen wird.