Ein Derby, sieben Tore und ein emotionales Auf und Ab in der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: Der UFC Gaubitsch setzte sich in Runde 22 zuhause mit 4:3 gegen den USC Fallbach durch. Gaubitsch führte 2:0, lag nach einer wilden Phase 2:3 zurück und drehte die Partie in den Schlussminuten noch auf Sieg. Trainer Marek Dite sprach danach von starker Moral und einem Schlüsselmoment kurz vor Schluss: "Das 4:3 war für alle sehr euphorisch – Zuschauer, Mannschaft, Trainerteam."

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Gaubitsch erwischte den besseren Start: Marc Wolf stellte schon in Minute 9 auf 1:0, mit dieser Führung ging es auch in die Pause. Gleich nach dem Seitenwechsel legte Noah Waismayer nach und traf in der 50. Minute zum 2:0. Trainer Marek Dite sah seine Elf da klar auf Kurs: "Bis zur 60. Minute waren wir 2:0 vorne und hatten alles in der Hand. Wir waren besser, hatten mehr Chancen, aber 2:0 ist das schlechteste Ergebnis." Was er meinte, zeigte sich umgehend: In der 61. Minute verkürzte Marek Sehnal, zwei Minuten später glich Lehel Szigeti zum 2:2 aus. "Nach einem relativ einfachen Standard bekommen wir das 2:1, dann schnell das 2:2 durch ein Traumtor", ordnete Dite die Wende ein. Fallbach blieb am Drücker, Manuel Prokesch traf in der 73. Minute zum 2:3 – aus Dites Sicht nach einem Elfer. Gaubitsch schüttelte sich und fand die Antwort: Waismayer stellte in Minute 78 auf 3:3. Als vieles schon auf ein Remis hindeutete, kam der große Moment von Alexander Fischer: Sein Treffer zum 4:3 in der 88. Minute ließ den Sportplatz beben. "Das 4:3 war für alle sehr euphorisch – Zuschauer, Mannschaft, Trainerteam", wiederholte Dite, der in dieser Szene den endgültigen Befreiungsschlag sah.
Die Erleichterung nach dem Schlusspfiff war beim Gaubitscher Coach spürbar, seine Einordnung fiel aber nüchtern aus. "Bis zur 60. Minute hatten wir alles in unserer Hand", sagte Dite. "Danach waren wir unter Druck, sie hatten Selbstvertrauen und unseres ging runter." Dass seine Mannschaft nach dem 2:3 nicht auseinanderfiel, war für ihn der Schlüssel des Abends: "Wir haben vor den Zuschauern unsere Moral und unsere fußballerische Qualität gezeigt." Beim Blick auf die eigene Stärke hob Dite niemanden heraus: "Ich kann keinen Einzelnen herausheben. Jeder hat alles gegeben für dieses Ergebnis. Es war eine klare Mannschaftsleistung – abgesehen von diesen 20 Minuten, in denen wir aus dem Spiel waren." Selbst auf mögliche Verbesserungsfelder angesprochen, blieb der Trainer bei seiner Linie: "Nein, glaube ich nicht", winkte er ab – für ihn überwog der Eindruck eines über weite Strecken starken Auftritts mit einer starken Reaktion in der Schlussphase.
Zum Gegner fand Dite ebenso klare Worte. "Wir wussten, dass Fallbach auf Konter lauert", erklärte er. "Bis zur 60. Minute hatten wir alles unter Kontrolle, dann unsere 20 Minuten – da hat Fallbach gut gedrückt. Sonst gab es nichts Unerwartetes." Trotz der Intensität blieb das Derby aus seiner Sicht stets im Rahmen: "Es war ein gutes Derby ohne schwerere Szenen."
In der Tabelle bleibt Gaubitsch vorne und unterstreicht den Anspruch an der Spitze: 56 Punkte stehen nach 21 Spielen zu Buche, Fallbach hält als Siebter bei 26. Die Bedeutung des Last-Minute-Dreiers brachte Dite mit einem Satz auf den Punkt: "In einem Derby, in dem wir wussten, dass wir mit einem Sieg Meister werden, war das 4:3 für alle sehr euphorisch." Der Schwung nach diesem Abend ist jedenfalls da. Jetzt gilt es, die Konsequenz der ersten Stunde und die Moral der letzten Viertelstunde in die kommenden Aufgaben mitzunehmen.