Spielberichte

Benjamin Pallierer (Co-Trainer SU Grabern): "Langenzersdorf hat am Schluss verdient gewonnen, hadert aber mit der Schiedsrichterleistung“

SV Langenzersdorf
SU Grabern

Deutlicher Heimsieg in der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: Der SV Langenzersdorf setzte sich gegen den SU Grabern mit 5:1 durch. Die Hausherren trafen durch Haimerl, Jukic, zweimal Küssler und ein Eigentor, Grabern verkürzte spät. Co-Trainer Benjamin Pallierer sprach von einem verdienten Sieg von kompromisslosen Gastgebern, haderte aber mit der Leitung des Unparteiischen und monierte die eigene fehlende Torgefahr, besonders nach einer ordentlichen ersten Hälfte.

Weiß-Blau-Orangener Fußball auf Rasen

Foto von Alfonso Scarpa auf Unsplash

Haimerl eröffnet, Jukic legt nach – 2:0 zur Pause

Langenzersdorf stellte vor der Pause die Weichen auf Sieg. Nach einer halben Stunde traf Sebastian Haimerl in Minute 31 zum 1:0 und gab dem Spiel die Richtung. Kurz vor dem Pausenpfiff legte Martin Jukic in der 45. Minute nach – 2:0, damit ging es auch in die Kabinen. Gleich nach dem Seitenwechsel wurde es noch deutlicher: In Minute 49 stand 3:0 auf der Tafel, weil Anes Dziric ins eigene Tor ablenkte. In der Schlussphase erhöhte Julian Küssler erst in der 85. Minute auf 4:0, ehe Dziric nur eine Minute später für Grabern das 4:1 markierte. In der Nachspielzeit (90.+1) stellte Küssler mit seinem zweiten Treffer den 5:1-Endstand her.

Graberns Sicht: besser gestanden als letzte Woche, vorne abermals zu harmlos

Aus Sicht der Gäste war vor allem die erste Hälfte ordentlich. Co-Trainer Benjamin Pallierer sagte: "Die erste Halbzeit war gut. Wir bekommen kurz vor der Halbzeit leider das 2:0." Er hob hervor, dass seine Elf im Vergleich zur Vorwoche stabiler stand: "Wir sind defensiv auf jeden Fall wieder besser gestanden als im vorherigen Spiel, aber haben offensiv einfach zu wenige Chancen kreieren können." Als Hauptgrund nannte er die Qualität des Gegners: "Gegen einen offensiv so starken Gegner ist es schwierig, da man in langen Druckphasen des Gegners viel investieren muss. Und zur Stärke des Siegers meinte er: "Kompromisslos in den Zweikämpfen und die individuelle Klasse von einigen Spielern 

Ärger über den Schiedsrichter und dennoch Anerkennung

Dennoch blieb nach dem Abpfiff auch Ärger. Pallierer machte keinen Hehl daraus, dass ihm die Leitung der Partie missfiel: "Der Schiedsrichter hatte die Partie nicht unter Kontrolle." Besonders störte ihn dabei ein Spieler des Gegners: "Die Nummer neun von Langenzersdorf hätte nach 35-40 Minuten sich nicht über eine Gelb-Rot beschweren können, er beging zwei über harte dunkel-gelb Fouls an zwei unserer Spielern. Er hat dann sogar noch ein drittes Foul begangen, hat aber keine einzige Karte bekommen." Auch bei der eigenen Mannschaft sah er Härte in der Bewertung: "Ein Spieler von uns hat leichtfertig eine Gelb-Rote bekommen." Gleichzeitig blieb er fair in der Einordnung: "Es war ein am Schluss verdienter Sieg von Langenzersdorf. Über die Höhe lässt sich vielleicht streiten." Was braucht Grabern nun? Pallierer gab die Richtung vor: "Noch mehr über die eigenen individuellen Grenzen gehen, noch mehr investieren." In der Tabelle steht Langenzersdorf auf Rang 2 mit 42 Punkten, Grabern hält als Neunter bei 18 Zählern – der Blick geht nach vorne.

2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: Langenzersdorf : Grabern - 5:1 (2:0)

  • 91
    Julian Küssler 5:1
  • 86
    Anes Dziric 4:1
  • 85
    Julian Küssler 4:0
  • 49
    Eigentor durch Anes Dziric 3:0
  • 45
    Martin Jukic 2:0
  • 31
    Sebastian Haimerl 1:0