Spielberichte

„Wir wollen unter die ersten drei oder vier“ – Kreiner steckt die Richtung bei SG Korneuburg/Stetten II ab

SG Korneuburg/Stetten II

In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat SG Korneuburg/Stetten II die Saison auf Platz sechs beendet und geht laut Co-Trainer Andreas Kreiner mit einem besseren Gefühl in den Sommer, als es zwischendurch ausgesehen hatte. Die Mannschaft stabilisierte sich nach einer durchwachsenen Phase wieder, bekam personell Entlastung und will sich im kommenden Spieljahr klar nach vorne orientieren. Auch im Kader ist die Bewegung bislang überschaubar.

Fußball wird mit rotem Fußballschuh gestoppt

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Vom starken Start bis zur stabilen Schlussphase

Der sechste Endrang liest sich auf den ersten Blick solide, und genau so ordnet ihn Kreiner auch ein. Der Weg dorthin war bei der SG aber keineswegs geradlinig. Nach Runde eins stand die Mannschaft noch ganz oben, wenig später ging es bis auf Platz elf zurück. Erst im weiteren Verlauf fing sich das Team wieder, arbeitete sich Schritt für Schritt nach vorne und hielt sich ab Runde 15 konstant auf Rang sechs. Kreiner sieht dafür einen klaren Grund: „Wir haben die Saison mit dem sechsten Platz abgeschlossen. Zum Schluss sind wir wieder besser in Form gekommen, weil die Verletzten und Kranken retour gekommen sind.“ Dass die Mannschaft gerade gegen Ende wieder einen gefestigteren Eindruck hinterließ, deckt sich auch mit den Ergebnissen. Auf das klare 0:7 in Fallbach folgten ein 3:1 gegen Enzersfeld/W. und ein 6:0 bei Stockerau II, ehe die Saison mit einem 2:3 gegen Hausleiten und einem 1:1 gegen Rußbach auslief. „Zum Schluss hin war es wieder ganz okay, das hat gepasst“, sagt Kreiner. Es ist keine Euphorie in diesem Satz, aber schon die klare Botschaft, dass die SG nach schwierigen Wochen wieder auf ein brauchbares Niveau gekommen ist.

Im Kader bleibt vieles beim Alten

Auch personell deutet derzeit wenig auf einen großen Umbruch hin. „Wir haben eigentlich relativ wenige Abgänge“, betont Kreiner, und genau das ist für eine zweite Mannschaft in dieser Liga keine schlechte Nachricht. Fix ist bisher, dass ein Spieler seine Karriere beendet und ein weiterer den Weg zurück zu seinem bisherigen Verein antritt. Dazu ist bei einer Personalie noch offen, wie es weitergeht. Viel auffälliger ist derzeit aber, dass der Stamm im Wesentlichen zusammenbleibt und die Mannschaft damit auf einer vorhandenen Basis weiterarbeiten kann. Bei den Neuzugängen hat die SG bereits konkrete Namen auf der Liste. Mit Antonius Olympus, Lukas Sisko und Thomas Klaus sind drei Spieler angekündigt, dazu könnten noch zwei weitere Personalien dazukommen. Kreiner wollte diese Punkte noch mit dem sportlichen Leiter abstimmen, die Richtung ist aber klar: Der Kader soll verbreitert werden, ohne dass das ganze Gefüge auf den Kopf gestellt wird. Auch auf der Trainerposition bleibt alles beim Alten, was in einer Sommerphase oft mehr wert ist, als es auf den ersten Blick klingt.

Entspannung bei den Verletzten und ein klares Ziel für die neue Saison

Ein wichtiger Punkt in der Rückschau ist für Kreiner die personelle Entspannung. Während die Mannschaft in der Saison immer wieder mit Ausfällen zu tun hatte, ist die Lage vor dem Start in die Vorbereitung deutlich ruhiger. „Verletzte haben wir zurzeit Gott sei Dank nicht“, sagt der Co-Trainer, und fügt mit Blick auf die Offensivabteilung an: „Martin Binder wird wieder zur Mannschaft dazustoßen und voll die Vorbereitung mitmachen.“ Gerade diese Rückkehr ist aus Sicht der SG wichtig, weil sie die Möglichkeiten nach vorne erweitert. Aus dieser verbesserten Ausgangslage leitet Kreiner auch die Zielsetzung für die kommende Saison ab. „Jetzt starten wir wieder optimistisch in die nächste Saison“, sagt er zunächst noch vorsichtig. Danach wird er deutlich konkreter: „Wir haben auch vor, unter die ersten drei oder vier zu kommen und uns im Vergleich zu heuer noch einmal zu verbessern.“ Die SG will nicht einfach wieder irgendwo im Mittelfeld landen, sondern näher an die Spitzengruppe heranrücken. Dass Kreiner dabei Gaubitsch eine „überragende Saison“ attestiert und Langenzersdorf für das neue Spieljahr als Kandidaten „ganz vorne“ sieht, zeigt zugleich, dass die Konkurrenz realistisch eingeschätzt wird.

Mario Kreiner steht sinnbildlich für den Blick nach vorne

Wenn Kreiner über die Entwicklung innerhalb des Kaders spricht, landet er schnell bei einem Namen, der für die nächsten Monate interessant werden könnte. Mario Kreiner, 17 Jahre alt, hat sich im Frühjahr nach seinen Worten „sehr stark präsentiert“ und sich damit sichtbar nach vorne gespielt. Der junge Spieler stand in der letzten Partie bereits von Beginn an auf dem Feld und ist inzwischen fix im Kader der Kampfmannschaft dabei. „Der Siebzehnjährige ist sicher ein Spieler für die Zukunft bei uns im Verein“, sagt Kreiner. Diese Aussage passt gut zum Gesamtbild der SG. Einerseits will der Verein kurzfristig in der Tabelle weiter nach oben, andererseits soll der Weg weiterhin über Spieler führen, die im eigenen Umfeld wachsen können. Auch abseits des Rasens bleibt die Lage ruhig. Auf Funktionärsebene steht beim Sportverein Stetten rund um die Generalversammlung zwar eine Rochade an, sportlich aber soll die Linie gleich bleiben.