Als Tabellenzehnter der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat der SV Stetteldorf am Wagram die Saison nach dem 2:2 gegen USC Fallbach abgeschlossen. Trainer Jürgen Lederer spricht von einer durchwachsenen Saison: Gute spielerische Ansätze waren da, über 90 Minuten brachte seine Mannschaft diese Qualität aber nicht immer auf den Platz. Genau in dieser fehlenden Konstanz sieht der Coach den wichtigsten Punkt für die nächsten Schritte.

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Die Tabelle erzählt die Saison des SV Stetteldorf ziemlich genau. Ganz vorne war die Mannschaft nie dabei, ernsthaft in Gefahr geriet sie aber ebenso wenig. Zwischenzeitlich ging es bis auf Rang 13 zurück, in besseren Phasen stand Stetteldorf auf Platz neun, am Ende blieb Rang zehn. Für Lederer passt dieses Bild zur Leistung seiner Mannschaft. „Die Saison war etwas durchwachsen. Wir konnten die guten spielerischen Leistungen nicht immer über 90 Minuten umsetzen, was uns dann immer wieder zu Problemen brachte“, sagt der Trainer. Gerade diese fehlende Konstanz zog sich durch viele Wochen. Auch die letzten fünf Spiele unterstreichen das noch einmal: Auf das klare 1:5 gegen SC Guntersdorf folgte ein 2:1 gegen FC Würnitz, danach das 3:4 gegen UFC Hanfthal, ein 4:2 gegen SU Grabern und zum Abschluss das 2:2 gegen USC Fallbach. Es ging also immer wieder in beide Richtungen, und genau das verhinderte aus Sicht des Trainers eine bessere Platzierung.
Wenn Lederer über Verbesserungspotenzial spricht, wird er sehr konkret. Das beginnt bei der Stabilität gegen den Ball. „Wir müssen schauen, dass wir in der Defensive wieder stabiler werden. Das hatten wir Anfang der Saison gut gelöst, jedoch immer wieder sehr blöde, ärgerliche Tore bekommen“, sagt er. Gerade darin liegt für ihn ein entscheidender Hebel. Stetteldorf hatte nach seiner Einschätzung immer wieder Phasen, in denen die Mannschaft ordentlich im Spiel war, sich mit unnötigen Gegentoren aber das Leben selbst schwer machte. Gleichzeitig sieht der Coach auch offensiv Luft nach oben. „Wir spielen uns sehr gute Chancen heraus, können sie aber oft nicht zu Ende spielen“, so Lederer. Es geht also nicht darum, dass seiner Mannschaft gar nichts einfällt. Vielmehr fehlt aus seiner Sicht in entscheidenden Momenten noch die letzte Konsequenz.
Auffällig ist, dass Lederer trotz der durchwachsenen Saison sehr klar ein positives Bild vom Innenleben des Vereins zeichnet. „Die Stimmung ist sehr gut. Wir haben ein sehr gutes Teamgefüge, und auch um die Mannschaft herum herrscht sehr gute Stimmung“, sagt der Trainer. Das ist gerade deshalb bemerkenswert, weil Stetteldorf im Frühjahr immer wieder mit Ausfällen zu kämpfen hatte. Lederer spricht von Verletzungspech und von „teilweise schweren, langwierigen Verletzungen“. Ein Teil der betroffenen Spieler sei inzwischen wieder zurückgekommen, zugleich seien „noch zwei, drei Spieler in der Genesungszeit“. Im Kader habe es einen Abgang gegeben, grundsätzlich wolle man die Mannschaft aber zusammenhalten. Auch im Betreuerteam soll es keine Änderungen geben. „Wir wollen das Betreuerteam beibehalten, da auch hier eine sehr gute Stimmung herrscht“, betont Lederer.
Für die Zukunft setzt der Trainer klar auf den eingeschlagenen Weg. Lederer hebt hervor, dass es ein wichtiges Ziel gewesen sei, viele junge Spieler in die Mannschaft zu integrieren. Genau darin sieht er einen der positiven Punkte dieser Saison. „Da hat man den einen oder anderen gesehen, der wirklich sehr gute Schritte nach vorne gemacht hat, sowohl spielerisch als auch menschlich“, sagt er. Dazu kamen im Winter Neuzugänge, die nach seiner Einschätzung zusätzliche Stabilität brachten. Den Blick auf andere Teams will Lederer bewusst nicht richten. Viel wichtiger ist ihm die eigene Entwicklung. „Ich denke, wir gehen den richtigen Weg, indem wir sehr viele junge Spieler und routinierte Spieler koppeln“, sagt der Trainer. Damit ist auch die Richtung für die nächste Saison klar beschrieben: Stetteldorf will auf dem guten Teamgefüge aufbauen, Verletzungssorgen möglichst besser abfedern und vor allem jene Konstanz finden, die laut Lederer diesmal noch gefehlt hat.