In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal ist der SC Guntersdorf mit einem 3:1-Auswärtssieg beim SV Ravelsbach in die neue Saison gestartet. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit und einem 1:1 zur Pause legten die Gäste nach dem Seitenwechsel zu. Obmann Franz Kurzweil sprach zwar von einem typischen Sommerkick, sah den Unterschied aber darin, dass Guntersdorf in der zweiten Hälfte mehr Vorteile hatte und die Partie am Ende klar für sich entschied.

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Der Start verlief für den SC Guntersdorf nach Maß. Bereits in der 4. Minute brachte Christian Hogl die Gäste mit 1:0 in Führung, und laut Franz Kurzweil war genau dieser frühe Treffer ein wichtiger Punkt in einem Spiel, das insgesamt noch nicht viel Leichtigkeit hatte. „Vorteilhaft war sicher, dass wir in der vierten Minute 1:0 in Führung gegangen sind“, sagte der Obmann nach dem Auftakt. Kurzweil verschwieg auch nicht, dass es rund um diese Szene Diskussionen gab. „Es wurde zwar vom Gegner reklamiert, aber der Schiedsrichter hat entschieden“, hielt er fest. Viel wichtiger war für ihn aber, dass diese frühe Führung seinem Team zunächst in die Karten spielte, auch wenn daraus noch keine ruhige oder souveräne Anfangsphase wurde.
Zur großen Dominanz reichte es für Guntersdorf in der ersten Hälfte noch nicht. Kurzweil beschrieb diese Phase recht klar: „In der ersten Halbzeit war es ausgeglichen.“ Das passte auch zum weiteren Verlauf vor der Pause, denn SV Ravelsbach kam in der 29. Minute durch Maurice Lukestik zum 1:1 und stellte die Partie damit wieder auf Anfang. Danach blieb das Spiel laut Kurzweil offen, es ging „hin und her“, ohne dass sich eine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Mit dem 1:1 zur Halbzeit war also noch alles offen. Erst nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild langsam zugunsten der Gäste. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann Vorteile gehabt“, sagte Kurzweil. Diese Vorteile schlugen sich schließlich auch im Ergebnis nieder, als Lorenz Lehner in der 60. Minute zum 2:1 traf und Georg Platz in der 88. Minute mit dem 3:1 den Deckel draufmachte.
Dass es kein hochklassiger Nachmittag war, sprach Kurzweil offen an. „Es war ein typischer Sommerfußball, das erste Spiel, also kein hochklassiges Fußballspiel von beiden Mannschaften“, sagte er, und genau so ordnete er diese ersten neunzig Meisterschaftsminuten auch ein. Für den SC Guntersdorf war es also kein Auftritt, bei dem schon alles rund lief, sondern eher ein Arbeitssieg in einer Partie, die auch den äußeren Umständen geschuldet zäh blieb. Kurzweil nannte das Spiel sogar einen „Sommerkick“, der wohl auch von der Hitze geprägt war. Umso wichtiger war aus Sicht der Gäste, dass sie in dieser eher offenen und über weite Strecken nicht besonders flüssigen Partie am Ende die klareren Akzente setzten. Auch die Leistung des Unparteiischen wollte der Guntersdorf-Obmann nicht zum Thema machen. „Für mich hat der Schiedsrichter korrekt gepfiffen und weder die eine noch die andere Mannschaft benachteiligt“, sagte er und widersprach damit jeder Aufregung rund um die frühe Szene.
Der 3:1-Auftaktsieg klingt deutlich, doch bei aller Freude über die ersten drei Punkte blieb Kurzweil in seiner Analyse vorsichtig. Er machte keinen Hehl daraus, dass der SC Guntersdorf noch nicht dort ist, wo er hinwill. „Wir haben uns noch nicht ganz als Mannschaft gefunden“, sagte er und nannte auch einen Grund dafür. Mit zwei neuen Legionären brauche das Team noch Zeit, bis die Abläufe wieder so sitzen wie in der vergangenen Saison. Entsprechend klar fiel auch seine Selbstkritik aus: „Im Moment sind die Leistungen noch nicht so überzeugend, auch von der Vorbereitung her.“ Der Sieg in Ravelsbach ist für Guntersdorf damit ein gelungener Start, aber noch keine endgültige Standortbestimmung. Die erwartet Kurzweil eher im nächsten Heimspiel gegen SV Langenzersdorf, auch wenn er dort eine schwierige Aufgabe auf sich zukommen sieht. „Das wird ein ganz schwieriges Spiel für uns, zumal Langenzersdorf Titelambitionen hat“, sagte er. Gerade deshalb bekommt der Erfolg zum Auftakt zusätzliches Gewicht: Guntersdorf nimmt die Punkte mit, weiß aber zugleich, dass noch einiges wachsen muss.