In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat SG Obritz / Hadres-M. gegen SV Stetteldorf am Wagram mit 4:0 gewonnen und damit die Auftaktniederlage gut beantwortet. Nach einer frühen Führung blieb die Partie zunächst enger, als es das Endergebnis vermuten lässt. Erst nach dem Seitenwechsel zog die Heimelf entscheidend davon. Obmann Christoph Jordan sprach von einem verdienten Sieg, sah aber trotzdem noch Luft nach oben bei der Chancenverwertung.

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Die Gastgeber waren von Beginn an auf das Spiel eingestellt und kamen laut Christoph Jordan gut hinein. „Wir haben einen guten Start gehabt, haben Druck gemacht, auch gute Chancen gehabt und sind relativ früh in Führung gegangen“, schilderte der Obmann die Anfangsphase. Dieses frühe Erfolgserlebnis brachte Anton Weinwurm in der 17. Minute, und Jordan sprach dabei von „einer schönen Flanke und einem schönen Kopfballabschluss“. Damit war SG Obritz / Hadres-M. zwar vorne, endgültig beruhigt war die Partie damit aber noch nicht. Jordan nannte nach der Führung „Schlampigkeiten“ und „Konzentrationsfehler“, die den Spielfluss etwas bremsten. So blieb es bis zur Pause beim 1:0, obwohl die Heimelf aus ihrer guten Anfangsphase mehr hätte machen können. Ganz ungefährlich war SV Stetteldorf am Wagram in dieser Phase ebenfalls nicht, denn nach Fehlern im Aufbauspiel der Heimischen versuchten die Gäste schnell nach vorne zu kommen. Jordan erinnerte dabei auch an einen Stangenschuss der Gäste in der ersten Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel wollte SG Obritz / Hadres-M. wieder mehr Druck aufbauen, und genau das gelang dann auch. In der 54. Minute erhöhte Jaromir Motycka auf 2:0, ein Treffer, den Jordan besonders hervorhob: „Das 2:0 war auch ein schönes Tor, vom Sechzehner-Eck schön ins Kreuzeck geschlenzt.“ Kurz danach kam jene Szene, die der Obmann selbst als den entscheidenden Moment des Abends bezeichnete. „Die gelb-rote Karte in der zweiten Halbzeit“ sei aus seiner Sicht der Punkt gewesen, ab dem die Partie endgültig auf die Seite der Heimelf gekippt sei. Entsprechend klar fiel auch seine Einordnung aus: „Mit dem 2:0 und mit der gelb-roten Karte war es eigentlich schon entschieden.“ In Überzahl nutzte SG Obritz / Hadres-M. die Räume konsequenter. Lukas Höllmüller stellte in der 63. Minute per Elfmeter auf 3:0, Jordan sprach von einem „sicher verwandelten Elfmeter“. Den Schlusspunkt setzte schließlich Christoph Johannes Zeissl in der 82. Minute, als er nach einem „Gestochere im Strafraum“ zum 4:0 traf.
Dass der Erfolg für SG Obritz / Hadres-M. am Ende so deutlich ausfiel, war für Christoph Jordan vor allem eine Frage der Haltung nach dem misslungenen Auftakt. „Wir wollten unbedingt gewinnen nach der Auftaktniederlage vorige Woche“, sagte er und machte damit klar, dass die Mannschaft die richtige Reaktion zeigen wollte. Genau das ist mit diesem 4:0 auch gelungen. Jordan sah seine Mannschaft über den Abend hinweg als das bessere Team und formulierte es knapp, aber eindeutig: „Wir waren die bessere Mannschaft an dem Tag.“ Gleichzeitig wollte er den klaren Sieg nicht größer machen als nötig. Gerade im Abschluss sei noch nicht alles so gewesen, wie er es sich vorstellt. „Besser funktionieren muss die Chancenauswertung“, sagte er, obwohl er sogar meinte, dass der Sieg noch höher hätte ausfallen können. Auch zu einigen Entscheidungen des Schiedsrichters wollte er kein großes Thema aufmachen. Es habe zwar Situationen gegeben, die nicht immer nachvollziehbar gewesen seien, „aber ich halte mich da raus und akzeptiere die Entscheidungen der Schiedsrichter“. Unter dem Strich stehen für SG Obritz / Hadres-M. die ersten Punkte der neuen Saison, und Jordan brachte den Ausblick passend schlicht auf den Punkt: „Hoffentlich geht’s weiter so.“