In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat sich die SG Obritz / Hadres-M. beim SC Sparkasse Enzersfeld/W. mit 3:0 durchgesetzt. Trainer Jürgen Lukas Hutterer sprach nach dem fünften Sieg in Folge von einem Arbeitssieg, bei dem vor allem die Chancenverwertung den Unterschied machte. Lange war die Partie offen, nach der Pause nutzten die Gäste ihre Möglichkeiten dann aber sehr konsequent.

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Hutterer sah zunächst eine Partie, in der sich beide Mannschaften über weite Strecken neutralisierten. „Die erste Halbzeit war ziemlich ausgeglichen und es gab auf beiden Seiten wenig Torchancen“, sagte der Trainer. Enzersfeld habe aus seiner Sicht zwar spielerisch einen guten Eindruck gemacht, vor allem mit vielen Bällen über die Seiten, wirklich gefährlich sei der Gastgeber vor dem Tor aber lange nicht geworden. „Sie waren am Ball sehr stark, nur der letzte Pass ist nicht angekommen. Das war auch unser Glück, aber wir haben auch gut verteidigt“, ordnete Hutterer ein. So dauerte es bis unmittelbar vor der Pause, ehe die Gäste erstmals zuschlugen. Daniel Neubauer brachte Obritz/Hadres-M. in Minute 45 mit 1:0 in Führung und gab der bis dahin eher zähen Partie damit eine klare Richtung.
Nach dem Seitenwechsel kam dann genau jene Phase, die Hutterer im Rückblick als entscheidend bezeichnete. „Das schnelle 2:0 in der zweiten Halbzeit war der entscheidende Moment“, sagte er. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn legte Lukas Höllmüller nach und erhöhte auf 2:0. Hutterer schilderte die Entstehung knapp, aber deutlich: Der Ball kam über die rechte Seite vor das Tor, Höllmüller, der in der zweiten Halbzeit ins Spiel gekommen war, schob durch die Beine des Tormanns ein. Damit kippte die Partie spürbar in Richtung der Gäste. Als Denis Frimmel in der 54. Minute auch noch das 3:0 folgen ließ, war Obritz/Hadres-M. endgültig auf Kurs. „Dann sind uns unsere Möglichkeiten aufgegangen“, sagte Hutterer, der genau diese Effizienz als großen Unterschied zum Gegner ausmachte.
Ganz ruhig wurde der Nachmittag für die Gäste trotz des klaren Spielstands nicht. Hutterer berichtete, dass Enzersfeld nach dem 0:3 immer besser ins Spiel fand und sich auch mehr Chancen erarbeitete. „Enzersfeld ist dann immer stärker geworden und hat sich immer mehr Möglichkeiten herausgespielt, aber es hat im Endeffekt nicht gereicht für ein Tor“, sagte er. Dass hinten die Null stand, wertete der Trainer deshalb ebenfalls hoch. Gerade mit Blick auf die personelle Lage war er mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. „Dafür, dass wir viele Verletzte und Kranke haben, wird der Teamgeist durch unseren Lauf immer stärker“, sagte Hutterer. Eine Diskussion gab es aus seiner Sicht noch rund um eine spätere Strafraumszene, als nach einem weiterlaufenden Angriff doch noch auf Elfmeter entschieden wurde. Hutterer konnte diese Auslegung nicht nachvollziehen, hatte am Ende aber keinen Schaden zu beklagen, weil der Strafstoß vergeben wurde. So blieb es bei einem 3:0, das der Trainer schlicht als „Arbeitssieg“ einordnete. Viel Luft nach oben wollte er diesmal gar nicht suchen: „Wir haben kein Tor bekommen und drei geschossen. So kann es weitergehen.“ Mit fünf Siegen in Folge bleibt Obritz/Hadres-M. damit ganz vorne dabei.